Alexander Zverev und der Herbst der Entscheidungen: US-Open-Sieger geht kein bisschen runter vom Gas

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Alexander Zverev hat gerade erst bei den US Open Grand-Slam-Titel Nummer zwei eingefahren - Zeit für Erholung bleibt ihm aber kaum. Am Wochenende steht die Zwischenrunde im Davis Cup an, die Teilnahme der deutschen Nummer eins ist bestätigt. Dann wartet beim Laver Cup in London ein Wiedersehen mit anderen Superstars. Und dann ist da noch der große Traum von der Nummer eins der Welt.

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Quelle: SNTV

Klarer war der Weg auf den Tennisthron für Zverev wohl noch nie. Im Race to Turin, das nur die Ergebnisse im Kalenderjahr zählt, ist er schon auf Platz eins - und genau dort, bei den ATP Finals in Italien, könnte es für den 29-Jährigen endlich so weit sein. Bis dahin erwartet ihn aber noch ein sehr voller Terminplan.
Am Wochenende steht die Zwischenrunde im Davis Cup an. Gegen Kroatien könnte sich Deutschland für die Endrunde der besten acht Teams in Bologna qualifizieren - eine Woche nach den ATP Finals.
Zverev hatte seine Teilnahme angekündigt, nach dem Finaleinzug und dem Titel in New York war das aber fraglich. "Ich möchte sehr, sehr gerne Davis Cup spielen", sagte er nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel: "Alle in meinem Umfeld versuchen, mich davon abzuhalten."
Am Dienstagabend kam die gute Nachricht für alle deutschen Tennisfans: Zverev wird für Deutschland spielen.

Die Nummer eins ist zum Greifen nah

Es wird Zverevs erster Auftritt für das deutsche Team auf heimischem Boden seit drei Jahren. Damals verlor Deutschland in Trier gegen die Schweiz, diesmal wird in Halle aufgeschlagen.
Es ist der Start in einen heißen Herbst für den US-Open-Champion: Am Wochenende nach dem Davis Cup findet der Laver Cup in London statt (25.-27. September live bei Eurosport und HBO Max). Ein Turnier, bei dem es keine Weltranglistenpunkte gibt, das aber durchaus prestigeträchtig ist.
Zwei Gewinnsätze mit einem Match-Tiebreak anstelle eines dritten Satzes sind sicher weniger fordernd als ein ATP-Turnier, trotzdem ist es ein zusätzlicher Termin im Kalender, verbunden mit einem großen Medieninteresse beim Kampf Europa gegen den Rest der Welt.

Nach dem Laver Cup geht's in die Vollen für Zverev

Nach dem Laver Cup wird in Peking (ATP 500/30.9.-6.10.) und Shanghai (ATP 1000/7.-18.10.) um Weltranglistenpunkte gekämpft, jeweils gegen den aktuellen Primus Jannik Sinner, der für beide Turniere gemeldet ist und in Asien sein Comeback nach der Knieverletzung geben wird.
Nach Asien geht es in die europäische Hallensaison - üblicherweise schlägt Zverev vor dem letzten Masters-Turnier des Jahres in Paris-Bercy (ATP 1000/2.-8.11.) noch in Wien (ATP 500/26.10.-1.11.) auf - wichtige Punkte auf dem Weg zur Nummer eins. Als krönenden Abschluss gibt es dann noch 1500 Punkte als Maximum, das bei den ATP Finals in Turin vom 15. bis zum 22. November zu erreichen ist.
Es ist die Chance für den Deutschen: Bis zum Saisonende muss Sinner noch insgesamt 3550 seiner aktuell 11.500 Weltranglistenpunkte verteidigen. Bei Zverev sind es lediglich 1080 seiner 9690.
Bedeutet: Punktet Zverev im Herbst in etwa gleichstark wie Sinner, sind die 1810 Punkte Rückstand auf den Italiener aufzuholen - und der Deutsche wäre als Weltranglistenerster am Ziel seiner Träume.

Deutschland gegen Kroatien favorisiert

Angesichts dieser Aussicht wäre es allzu verständlich gewesen, hätte der 29-Jährige auf den Davis Cup verzichtet. Kroatien wäre für Deutschland auch ohne Zverev eine machbare Aufgabe gewesen.
Der bestplatzierte Spieler ist der fast 38-jährige Marin Cilic als Nummer 80 der Welt, zudem ist Dino Prizmic nominiert, Weltranglistenplatz 103.
Der Sieger des Duells qualifiziert sich für die Endrunde in Bologna zum Saisonabschluss - dann ja vielleicht Alexander Zverev als Weltranglistenerster. Genau so hat es vor zwei Jahren Jannik Sinner praktiziert - und mit Italien zum zweiten Mal in Serie den Davis Cup gewonnen.
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Quelle: Perform


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