Alexander Zverev schlägt Ben Shelton zum Auftakt der ATP-Finals in Turin - Zweisatzsieg im ersten Gruppenspiel

Aufschlagstark, hochkonzentriert und fast fehlerfrei: Alexander Zverev hat sich nach der schmerzhaften Klatsche gegen Jannik Sinner in Paris zum Auftakt der ATP Finals eindrucksvoll zurückgemeldet. Gegen seinen Lieblingsgegner Ben Shelton aus den USA siegte der Weltranglistendritte in Turin mit 6:3, 7:6 (8:6) - dank einer vor allem im ersten Durchgang beeindruckenden Leistung.

Highlights: Zverev hält Shelton in Schach

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"Ich bin geduldig geblieben und habe die Dinge gut gemacht, die ich kontrollieren konnte. Ich bin sehr glücklich über den Sieg", sagte Zverev: "Ich liebe es einfach, hier in Turin zu spielen."
Nach 1:33 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und beendete damit eine Hochgeschwindigkeitspartie. Im Tiebreak des zweiten Satzes lag er bereits 3:6 zurück, wehrte drei Satzbälle ab - zwei bei Aufschlag Shelton - und gewann das Match.
"Ich habe mich gut gefühlt und ich kann nun Match für Match angehen", führte Zverev aus. Zuvor hatte er Weltklasse-Statistiken produziert: 81 Prozent seiner ersten Aufschläge kamen ins Feld, in 84 Prozent der Fälle machte er anschließend auch den Punkt. Er ließ keinen Breakball zu und erlaubte sich nur wenige vermeidbare Fehler.
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"Super happy": Zverev glücklich über Auftaktsieg in Turin

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"Spitzenvorstellung" von Zverev beim Auftakt

Zverev sammelte im richtungsweisenden ersten Match der Vorrunde jede Menge Selbstvertrauen. Im Kampf um den Halbfinaleinzug ist Zverev in der Vierergruppe, in der auch Sinner spielt, nun voll auf Kurs.
"Das war eine Spitzenvorstellung", lobte auch Sky-Experte Philipp Kohlschreiber und gab die Marschroute für Zverev vor: "Halbfinale Minimum. Er ist vollgepackt mit Selbstvertrauen, hat für alle Gegner ein Ausrufezeichen gesetzt. Das war Sascha Zverev 'at his best'."
Dabei hatte der so Gelobte am Sonntagabend eigentlich "nur" seinen eigenen hohen Standards genügt. Das wurde deutlich, als der zweimalige Finals-Gewinner um eine Einordnung seiner Leistung im Kontext einer schwierigen Saison gebeten wurde - und darauf leicht gereizt reagierte. "Ich weiß, dass es heutzutage alle sehr komisch finden, wenn ich auch mal gegen gute Spieler gewinnen kann", sagte er, "aber für mich möchte ich das immer noch als Normalität sehen."
Noch acht Tage zuvor hatte der Deutsche beim Hallen-Masters in Frankreich einen bedenklichen Eindruck hinterlassen. Wohl auch aufgrund von Schmerzen im Knöchel geriet Zverev beim 0:6, 1:6 gegen den derzeitigen Weltranglistenersten fatal unter die Räder - obwohl sich seine Form in der Endphase einer komplizierten Saison voller Rückschläge zuvor eigentlich stabilisiert hatte.
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Zverev über Dominanz von Alcaraz und Sinner: "Sind weit voraus"

Quelle: Perform

Zverev einziger Mehrfach-Sieger der Finals

Mit Shelton wartete nun auf den ersten Blick eine Art hochklassiger Aufbaugegner. Allein 2025 hatte er den Amerikaner dreimal ohne Satzverlust bezwungen.
Nach einer Vorab-Zeremonie in der Turiner Arena, die sich nahe an der Grenze zur Übertreibung bewegte, begannen beide Kontrahenten hochkonzentriert beim Aufschlag. In den ersten drei Spielen landete lediglich ein einziger Return im Feld des Gegners.
Der Knöchel schien Zverev nicht zu hemmen, er machte einen fitten Eindruck - und als Shelton erstmals schwächelte, war er sofort zur Stelle. Zu Null holte sich Zverev Mitte des ersten Durchgangs ein Break.
Vorentscheidend: Der einzige Spieler im Teilnehmerfeld, der das Turnier bereits zweimal gewonnen hat (2018, 2021), war auf dem Weg zum Satzgewinn nach gerade einmal 28 Minuten nicht mehr aufzuhalten.

Match der kurzen Ballwechsel

Im zweiten Durchgang blieb es ein Match der kurzen Ballwechsel. Zverev agierte weiter mutig, er ging in den richtigen Momenten in die Offensive und produzierte kaum Fehler. Kleinigkeiten entschieden letztlich den Tiebreak, in dem Zverev die letzten fünf Punkte in Folge gewann.
Zuvor hatte Mitfavorit Carlos Alcaraz auf der Jagd nach seinem Premierentitel beim Treffen der Jahresbesten nichts anbrennen lassen. Trotz kürzerer Schwächephasen besiegte er Außenseiter Alex de Minaur aus Australien souverän mit 7:6 (7:5), 6:2. Das deutsche Spitzen-Doppel Kevin Krawietz/Tim Pütz hingegen steht bei seiner Mission Titelverteidigung nach der knappen Auftakt-Niederlage gegen Marcel Granollers/Horacio Zeballos (Spanien/Argentinien) bereits unter Druck.
Zverev ist dank des Sieges über Shelton in der Vierergruppe nun voll auf Kurs in Richtung Halbfinale. Auf dem Weg dorthin wartet auf den Hamburger ein Duell mit Topfavorit Sinner; außerdem trifft er auf den Kanadier Felix Auger-Aliassime, der Zverev bei den US Open aus dem Turnier nahm. Laut eigener Aussage plant Zverev mit einer Partie am Mittwoch, offiziell war die Ansetzung zum Zeitpunkt seiner Pressekonferenz am späten Sonntagabend noch nicht gewesen.
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(SID)
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Highlights: Irre Ballwechsel bei Alcaraz-Sieg

Quelle: Perform


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