Alexander Zverev startet French-Open-Generalprobe in Hamburger Wohnzimmer: "Mein Tennis geht in die richtige Richtung"

Alexander Zverev gewinnt sein Auftaktmatch am Hamburger Rothenbaum gegen Aleksandar Kovacevic, muss im zweiten Satz jedoch eine Schwächephase überstehen. Der 28-Jährige sieht sich dennoch gut gerüstet für die French Open, wo er endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel anpeilt - bleibt vor dem Zweitrundenmatch aber vorsichtig.

Alexander Zverev nach seinem Auftaktsieg beim ATP-Turnier in Hamburg

Fotocredit: Getty Images

Es war eine nette Geste - und ein kurzer Moment der Ablenkung. Beim Stand von 4:2 im zweiten Satz bemerkte Alexander Zverev, dass ein junger Fan seinen Tennisball zum Autogrammsammeln verloren hatte.
Also ging er dorthin, schnappte sich den Ball mit dem Schläger und gab ihn dem Fan zurück. Dafür gab es ordentlich Applaus.
Ob Zufall oder nicht: Direkt danach durchlebte Zverev seine einzige Schwächephase gegen den US-amerikanischen Qualifikanten Aleksandar Kovacevic (ATP-Rang 80).
"Das war einfach nur Zufall. Das arme Kind hatte nichts damit zu tun", sagte er später auf Nachfrage von Eurosport. "Aber es lief bis dahin schon fast zu einfach alles. Deswegen habe ich ein paar blöde Fehler gemacht, dumme Entscheidungen getroffen, aber dann in zwei Sätzen gewonnen. Das ist die Hauptsache."

Zverev möchte "positive Emotionen" sammeln

Den ersten Durchgang hatte er souverän 6:1 gewonnen. Nach der Ablenkung ließ er jedoch ein Break zu. Kovacevic kam bis auf 4:4 heran.
Erst im Tiebreak konnte sich Zverev schlussendlich durchsetzen – mit dem dritten Matchball. In 1:34 Stunden gewann er mit 6:1, 7:6 (7:5).
Zverev verbuchte insgesamt 72 der 123 ausgespielten Punkte für sich. Mit zwölf unerzwungenen Fehlern unterliefen ihm nur etwa halb so viele wie Kovacevic mit seinen 23. Bei eigenem Aufschlag holte Zverev 80 Prozent der Punkte, Kovacevic lediglich 55 Prozent.
"Ich glaube generell, dass mein Tennis in die richtige Richtung geht in den letzten paar Wochen", so Zverev. "Ich denke, ich habe auch in Rom gutes Tennis gezeigt - und hier jetzt auch. Ich versuche einfach, mich so gut wie möglich vorzubereiten."

Konkurrenz in der Stadt durch den HSV

Nachdem Zverev in Rom im Viertelfinale gegen Lorenzo Musetti verloren hatte, entschied er sich kurzfristig zur Teilnahme an dem Turnier in seiner Heimatstadt.
Für ihn gehe es darum, vor den French Open (Alle Spiele der French Open 2025 vom 25. Mai bis 8. Juni live und auf Abruf auf discovery+) "positive Emotionen" zu sammeln.
"Es war schön, auf dem Platz zu sein, viele Kinder waren wieder dabei", sagte er – auch wenn die Ränge nur halb gefüllt waren.. "Ich glaube, die meisten sportbegeisterten Hamburger waren heute am Rathaus, deswegen war der Center Court vielleicht nicht so voll wie in den letzten Jahren", so Zverev in Anspielung an die Aufstiegsfeier des Hamburger SV.
"Aber ich gehe mal davon aus, dass es am Mittwoch wieder anders sein wird und wir dann hoffentlich wieder eine schöne Zeit alle zusammen haben können."

Zverev warnt vor Müller

Nach dem Auftaktsieg kann Zverev erst einmal durchschnaufen. "Ich freue mich, dass ich heute Nachmittag noch ein bisschen Zeit habe. Ich gehe jetzt noch einmal auf den Golfplatz", kündigte er an.
Am Mittwoch geht es für ihn gegen den Franzosen Alexandre Müller (ATP-Rang 40) weiter, gegen den Zverev bisher zweimal spielte - und beide Partien gewann.
Dennoch unterschätzt der Deutsche seinen Gegner nicht: "Er ist ein super Sandplatzspieler, generell ein sehr, sehr guter Tennisspieler. Ich habe in München gegen ihn gespielt. Das werde ich mir noch einmal anschauen. Aber ich glaube, wenn ich mich auf mich konzentriere und ein gutes Match zeige, dann kann ich erfolgreich sein."
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Quelle: Perform


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