Rafael Nadal - Chris Evert exklusiv über den Spanier: "Überrascht mich, dass sein Körper das mitmacht"

Rafael Nadal hat einen sensationellen Start in die Saison hingelegt. Der Spanier steht nach 15 Matches bei 15 Siegen und holte die Titel beim ATP-Turnier von Melbourne, den Australian Open und beim Event in Acapulco. Tennis-Legende Chris Evert wundert dabei vor allem eines: "Es überrascht mich, dass sein Körper das bei dieser Spielweise mitmacht", so die US-Amerikaner im Eurosport-Interview.

Rafael Nadal

Fotocredit: Getty Images

Die Debatte ist fast so alt die Profi-Karriere von Rafael Nadal: Wie lange hält der Körper des Mallorquiners das exorbitant hohe Turnierpensum und die physisch extrem belastende Spielweise aus?
Der spanische Orthopäde Mikel Sanchez, der Nadal einst behandelte, betonte, dass der Ausnahmespieler "lernen muss, auf seinen Körper zu achten, um noch viele Jahre so weiterzumachen zu können". 2010 war das - vor zwölf (!) Jahren.
Tatsächlich hatte Nadal in der Folge mit zig Verletzungen zu kämpfen. Vom Knie über den Ellbogen bis hin zum Rücken - fast jeder Körperteil war phasenweise angeschlagen. Darüber hinaus leidet der Superstar am Müller-Weiss-Syndrom, einer degenerativen Knochenkrankheit, bei der sich das Kahnbein im Laufe der Zeit deformiert.
Und trotzdem: Nadal ist noch immer da, hat gerade erst den besten Saisonstart seiner einzigartigen Laufbahn hingelegt.

Evert staunt über Nadal: "Es ist zermürbend"

Ein Phänomen, wie die 18-fache Grand-Slam-Turniersiegerin Chris Evert exklusiv bei Eurosport erklärt. Denn: "Rafa muss im Training und in seinen Matches mehr Energie aufwenden als jeder andere Spitzenspieler", so die 67-Jährige.
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'Amazing if he can keep this up' - Wilander stunned by Nadal career resurgence

Quelle: Eurosport

Die Art und Weise, wie der Sandplatzkönig seine Wettkämpfe bestreite und wie er trainiere, sei "zermürbend". Evert glaubt sogar, dass ihm die Verletzungen der vergangenen Jahre "geholfen haben, eine Pause einzulegen".
Der 35-Jährige war gezwungen, sich zu erholen. So war es auch im vergangenen Jahr. Eine komplizierten Fußverletzung hatte den Routinier über Monate außer Gefecht gesetzt, während des Comebacks bei einem Einladungsturnier in Abu Dhabi steckte er sich zu allem Überfluss im Dezember mit dem Coronavirus an.

"Nadal hungriger als jeder andere Sportler auf diesem Planeten"

Das Beeindruckende: Nadal kam im Januar stärker zurück als je zuvor in dieser frühen Phase der Saison und gehört auch jetzt beim ATP Masters von Indian Wells zu den Topfavoriten. Nach einem Freilos zum Auftakt wartet in Runde zwei der Sieger der Partie zwischen Sebastian Korda und Thanasi Kokkinakis.
"Ich glaube, er hat sein Training etwas umgestellt", sagt Evert. Möglicherweise ein Grund für den beispiellosen Erfolgslauf. Die drei Titel in Melbourne und Acapulco hätten sie aus "körperlicher Sicht überrascht, aus mentaler Perspektive aber überhaupt nicht", so die Tennis-Legende.
Aus einem Grund: "Nadal ist hungriger als jeder andere Sportler auf diesem Planeten - und er hat eine Leidenschaft für das Tennis wie kein anderer."
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Quelle: Eurosport

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