Was zählt, ist jedoch der Sieg, der Zverev die Chance auf seinen zwölften Titel auf der Profitour lässt.

Am Samstag spielt der 23-Jährige gegen Alejandro Davidovich Fokina (Spanien) um den Einzug ins Endspiel - nach den Titeln in München (2017 und 2018) rückt der nächste Heimerfolg immer näher. Das zweite Halbfinale bestreiten Roberto Bautista Agut (Spanien) und Félix Auger-Aliassime (Kanada), die Nummer zwei und drei der Setzliste.

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Nach seinem souveränem Achtelfinalsieg gegen den erfahrenen Spanier Fernando Verdasco (6:4, 6:1) am Donnerstag machte Zverev gegen Harris zunächst dort weiter, wo er aufgehört hatte. Den ersten Satz dominierte der US-Open-Finalist und bestach vor allem mit schneller Beinarbeit und präzisem Aufschlagspiel. Zverev hatte sichtlich Spaß und immer wieder ein Lächeln auf den Lippen.

Dennoch kippte das Spiel. Zverev wackelte bei seinen Aufschlägen, und Harris wurde seinerseits immer sicherer. "Gestern war besser", zog Zverev Bilanz. Der Frust, gegen den verletzten Außenseiter in die Verlängerung zu müssen, war ihm schon im Match anzusehen. Zverev meckerte und schmetterte den Schläger auf den grauen Boden der Lanxess-Arena.

Zverev dreht im dritten Satz wieder auf

Für Tommy Haas sind die Gefühlsausbrüche kein Problem. "Man darf nie vergessen, was Alexander schon alles erreicht hat in jungen Jahren", sagte die ehemalige Nummer zwei der Welt vor dem Match beim "WDR": "Er macht zu 99 Prozent alles richtig. Wir können froh sein, dass wir so einen Topspieler haben."

Im dritten Satz zeigte Zverev seine Qualitäten dann wieder. Jedoch gegen einen geschwächten Harris, der wie schon im Zweitrundenspiel gegen den US-Amerikaner Steve Johnson mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. Nach einer längeren Behandlungspause kehrte Harris auf den Court zurück, konnte sich gegen einen fitten Zverev aber nicht mehr wehren.

Die Siege gegen Verdasco und Harris geben Zverev schon jetzt neuen Schwung für den Saison-Endspurt, der beim ATP-Finale in London (15. bis 22. September) gipfeln soll. Dann kehrt auch sein spanischer Trainer David Ferrer zurück ins Team. In Köln genießt Zverev das Zusammensein mit seiner Familie. Mit seinem Bruder Mischa, Vater Alexander senior und Mutter Irina lebt Zverev in der Kölner Tennis-Blase. Am liebsten noch ein paar Tage länger. Beim zweiten Turnier des ATP-Doppelpacks in Köln ist er ab Montag wieder an Position eins gesetzt.

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(SID)

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