Alexander Zverevs magische Vorstellungen in der "Zauberkiste von Madrid" gehen weiter, Deutschlands Topspieler greift nach seinem vierten Masterstitel. Einen Tag nach seinem Sieg gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal stürmte der Hamburger durch ein 6:3, 6:4 gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem ins Finale und setzte rund drei Wochen vor Beginn der French Open das nächste Ausrufezeichen.
"Ich habe mich wohl gefühlt auf dem Platz. Es war ein anderes Match als gestern, es war extrem windig und nicht einfach, von der Grundlinie zu spielen", sagte Zverev nach dem Match bei "Sky".
Im Endspiel kämpft der 24-Jährige am Sonntag gegen Matteo Berrettini (Italien/Nr. 8) um seinen zweiten Sieg in der spanischen Hauptstadt. 2018 hatte Zverev Thiem im Endspiel geschlagen.
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Zverev verwandelte auf dem Centre Court der "Caja Magica" nach 1:37 Stunden seinen zweiten Matchball und nahm damit erfolgreich Revanche für seine bittere Niederlage im US-Open-Finale gegen Thiem im vergangenen Jahr. Der Weltranglistensechste zeigte wie schon beim 6:4, 6:4 gegen Nadal am Vortag eine sehr entschlossene und insgesamt reife Leistung - gerade im Aufschlag überzeugte er.

Zverev bleibt im ersten Satz ohne Doppelfehler

Bei 28 Grad Celsius und unangenehmem Wind hielt Zverev die Ballwechsel kurz, Thiem hingegen hatte einige Probleme. Schon das zweite Aufschlagspiel ging an Zverev, der sich trotz mancher Diskussionen mit dem Stuhlschiedsrichter und Sand in seinen Augen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Er servierte im ersten Durchgang zwei Asse und leistete sich - noch wichtiger für ihn - keinen Doppelfehler. Nach 42 Minuten gehörte Durchgang eins ihm.
"Die Matches gegen Dominic sind immer spektakulär", hatte Zverev vor dem Spiel gesagt - und sollte damit auch mit Blick auf das insgesamt elfte Aufeinandertreffen der beiden Freunde am Samstagnachmittag Recht behalten. Das Spiel verlief auf hohem Niveau, und Zverev startete auch im zweiten Durchgang gut.

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Allerdings wehrte sich Thiem nun. Nach zwei verlorenen Aufschlagspielen schaffte der US-Open-Champion das Rebreak. Zverev haderte immer wieder lautstark mit knappen Challenges gegen ihn. Thiem wehrte mit Mühe das nächste Break ab, bei den zwei folgenden Aufschlagspielen Zverevs war er aber machtlos.

Zverev in Madrid noch ohne Satzverlust

Die deutsche Nummer eins scheint rechtzeitig vor dem Grand-Slam-Turnier in Roland Garros (30. Mai bis 13. Juni) in Form zu kommen. Dieser Eindruck war in der Vorwoche noch nicht entstanden, in München war Zverev bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Beim mit 2,6 Millionen Euro dotierten Sandplatzturnier in der spanischen Hauptstadt überzeugt Zverev nun durchweg mit gutem Tennis, noch kein Spieler konnte ihm einen Satz abnehmen.
Geht es nach Zverev, wird sich daran auch am Sonntag nichts ändern.

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