Masters Madrid: Alexander Zverev blickt harten Wochen entgegen - Rom-Masters und French Open werden zur Mammutaufgabe
Update 30/04/2025 um 12:03 GMT+2 Uhr
Zum dritten Mal in Folge ist Alexander Zverev im Achtelfinale des ATP-Masters von Madrid ausgeschieden, die Niederlage am Dienstag schmerzte aber mehr als jene in den vorangegangenen Jahren. Im Kampf um Platz eins der Weltrangliste kassierte der Hamburger einen weiteren Dämpfer, nun steht der 28-jährige Deutsche vor einer knackigen Aufgabe. Bei Zverev überwiegt aber trotzdem noch der Optimismus.
Highlights - Siegesserie gerissen: Zverev scheitert in Madrid
Quelle: SNTV
Die Ernüchterung konnte Alexander Zverev nicht verstecken.
"Natürlich bin ich enttäuscht", redete er im Anschluss an das Achtelfinal-Aus gegen Francisco Cerúndolo (5:7, 3:6) auf der Pressekonferenz nicht lange um den heißen Brei herum. "Besonders hier habe ich immer das Gefühl, dass ich gutes Tennis spielen und das Turnier gewinnen kann - es liegt mir."
2018 und 2021 schnappte sich Zverev in der spanischen Hauptstadt noch den Titel, vor drei Jahren war erst im Finale gegen Lokalmatador Carlos Alcaraz Endstation (3:6, 1:6).
Das deutlich frühere Scheitern am Dienstag passt zu seinen glücklosen Auftritten bei den beiden zurückliegenden Ausgaben der Mutua Madrid Open. Die Vorzeichen waren jedoch andere - und die Herausforderung, vor welcher Zverev nun steht, könnte kaum knackiger sein.
Cerúndolo für Zverev nicht zu knacken
Dabei muss ein schlechtes Abschneiden in Madrid keineswegs ein böses Vorzeichen sein. 2023 und 2024 ging es für Zverev ebenso bereits nach der Runde der letzten 16 auf die Heimreise, bei den nachfolgenden French Open stieß er einmal ins Halbfinale und im vergangenen Jahr sogar bis ins Endspiel vor - samt Masters-Titel von Rom im Gepäck.
Angesichts der Ausgangslage hätte es für Zverev in der Caja Mágica aber deutlich weiter gehen müssen. Carlos Alcaraz verzichtete auf seine Teilnahme aufgrund von Adduktorenproblemen, Novak Djokovic scheiterte wie bereits in Monte-Carlo an seiner Auftakthürde. Zudem war Madrid das letzte Turnier ohne den bis zum 4. Mai gesperrten Jannik Sinner.
Es war also alles angerichtet - wäre da nicht sein Gegner gewesen. "Ich glaube, es ist sein Spiel", brachte es Zverev auf den Punkt. "Aber ganz ehrlich: Er spielt besser als ich. Er hat heute einfach besser gespielt."
Dreimal kreuzten Zverev und Cerúndolo bislang auf der ATP-Tour ihre Säbel, letzterer behielt jedes Mal die Oberhand. Die Analyse geht daher tiefer als sonst.
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Alexander Zverev (Mutua Madrid Open)
Fotocredit: Getty Images
Zverev: "War nicht mutig genug"
"Am Ende des Tages war ich nicht schrecklich", führte Zverev aus und wischte anschließend sämtliche Gedanken an einen neuerlichen Negativstrudel vom Tisch.
Vor seinem Turniersieg in München habe er "meinetwegen verloren. Ich habe verloren, weil ich schlecht gespielt habe und nicht mutig genug war. Das kann ich heute nicht wirklich sagen".
Vergessen sind die dunklen Wochen von Argentinien, Mexiko, Indian Wells und Co., in denen er von einem Tiefschlag zum anderen rauschte.
"Alles in allem habe ich das Gefühl, dass sich mein Spiel verbessert. Heute war der Gegner einfach besser, das kann im Sport passieren." Mittlerweile überwiegt bei Zverev also der Optimismus - und diesen braucht er für die kommenden Wochen.
Weltrangliste: 2300 Punkte stehen auf dem Spiel
Ein langer Titelkampf in Madrid hätte Zverev nämlich in die Karten gespielt - vor allem mit Blick auf die Weltrangliste. Sein Vorhaben, die Nummer zwei im Klassement abzusichern und den Rückstand auf Spitzenreiter Jannik Sinner weiter schmelzen zu lassen, ist vorerst auf Eis gelegt.
Als Titelverteidiger von Rom (7. bis 18. Mai) und Vorjahresfinalist der French Open (25. Mai bis 8. Juni live und on-demand bei discovery+) muss Zverev nicht weniger als 2300 Punkte verteidigen. Eine Herausforderung sondergleichen, egal ob Negativstrudel oder nicht.
Zverev selbst lässt sich hinsichtlich der bevorstehenden harten Wochen aber keine Unsicherheit anmerken und zeigt seine Zähne.
"Ich habe bereits einen Titel gewonnen", bezog er sich auf seinen Triumph in München. "Also kann ich nicht behaupten, dass ich mich auf Sand nicht wohlfühlen würde. Für die kommenden Wochen bin ich immer noch zuversichtlich."
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Quelle: Eurosport
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