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"Verfluchter Schw***!" Kyrgios rastet komplett aus

"Verfluchter Schw***!" Kyrgios rastet komplett aus

15/08/2019 um 21:46

Nick Kyrgios ist wieder einmal der Kragen geplatzt. In seinem Zweitrunden-Duell mit Karen Khachanov beim ATP Masters in Cincinnati (7:6, 6:7, 2:6) bepöbelte er einmal mehr lautstark den Schiedsrichter, verließ unerlaubt den Platz und zerstörte beim anschließenden Wut-Ausbruch zwei seiner Schläger. Dem Australier droht nun die nächste Bußgeld-Strafe vonseiten der ATP.

Auslöser der nächsten Bad-Boy-Show war eine Strafe für Kyrgios, weil er sich im zweiten Durchgang bei einem Aufschlag zu viel Zeit ließ und er wegen dieser "Shotclock violation" vom Schiedsrichter verwarnt wurde. Kyrgios war der Meinung, dass die Uhr zu früh gestartet worden war und tobte.

Dass ihn der Referee nach dem verlorenen zweiten Satz dann nicht für eine kurze Toiletten-Pause vom Platz lassen wollte, brachte das Fass beim Australier zum Überlaufen. Kyrgios schlurfte dennoch vom Spielfeld.

Kyrgios kassiert saftige Geldstrafe

Doch von wegen Toiletten-Pause - bei seinem unerlaubten Abgang vom Spielfeld handelte es sich tatsächlich um eine Flucht in die Katakomben, um dort unbeobachtet zwei seiner Rackets zu zerstören. Nach dem Wutausbruch kam er samt seiner kaputten Schläger gleich wieder zurück auf den Court. Als wäre nichts gewesen.

Sein Spiel bekam Kyrgios danach aber nicht wieder im Griff. Die Folge: Stuhlschiedsrichter Fergus Murphy bekam seinen ganzen Frust ab. "Schlimmster fu*** Schiedsrichter! Der schlimmste im Tennis! Ohne Zweifel!", schimpfte Kyrgios unter anderem vor sich hin. Mit Murphy hatte sich der Australier schon in Washington und im Queen's Club angelegt.

Kyrgios: "...dann hätte ich aufgegeben"

Khachanov sagte nach dem Spiel irritiert: "Er ist ein großes Talent, aber manchmal ist er mental einfach nicht auf der Höhe. Es war ein schwieriges Match für mich, so geht es jedem gegen ihn. Man muss einfach versuchen, damit umzugehen und im Match zu bleiben."

Kyrgios verriet hinterher, dass er wegen Wadenproblemen beinahe schon nach dem ersten Satz aufgegeben hätte. Khachanov hatte dort bei 5:3 zum Satzgewinn aufgeschlagen, ehe Kyrgios doch noch das Comeback gelang und er den Satz mit 7:3 im Tie-Break für sich entschied.

"Hätte er sein Service gehalten, hätte ich aufgegeben", sagte der Australier hinterher. Allerdings hätten irgendwann zwischendurch eingenommene Schmerzmittel gewirkt. Und die Welt hätte sonst eine weitere Kyrgios-Show verpasst.

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