ATP Shanghai | Federer schwärmt von Murray: "Liebe es, dass er wieder da ist"

Roger Federer zählt sich selbst zu einem der vielen tausend Tennis-Fans, die sich über die Rückkehr des ehemaligen Weltranglistenersten Andy Murray auf die ATP Tour gefreut haben. "Ich bin erleichert, ihn wieder so zu sehen", sagte der Schweizer auf der Pressekonferenz im Vorfeld des ATP Masters in Shanghai und lobte den Briten in höchsten Tönen.

Fotocredit: Getty Images

"Es war toll, ihn wieder in der Kabine zu treffen und einfach ein bisschen mit ihm zu plaudern", so Federer, der aktuell beim ATP Masters in Shanghai aufschlägt.
Murray hatte sein Erstrunden-Match in China nach starkem Comeback mit 2:6, 6:2, 6:3 gegen den Argentinier Juan Ignacio Londero gewonnen, musste sich allerdings in der zweiten Runde dem Italiener Fabio Fognini mit 6:7 (4:7), 6:2 und 6:7 (2:7) geschlagen geben.
"Ich habe das Gefühl, dass er immer besser spielt. Ich liebe es, dass er wieder da ist", schwärmte Federer weiter vom 32-Jährigen, dessen Karriere nach anhaltenden Hüft-Problemen auf der Kippe stand. Unter Tränen hatte Murray zu Beginn des Jahres bekanntgegeben, dass er seine Karriere wohl nicht fortsetzen könne.
"Im vergangenen Januar habe ich ihn nach dem Match bei den Australian Open gesehen und ihn aus Interesse gefragt: 'Was ist los? War's das? Hörst du tatsächlich auf?' Da meinte er nur: 'Ich weiß es nicht'", erklärte Federer.

Murray gibt Grand-Slam-Comeback bei Australian Open

Neun Monate und zwei Hüft-Operationen später sieht die Zukunft wieder deutlich rosiger aus für Murray
Die Erstrunden-Niederlage gegen den Spanier Roberto Bautista Agut in Melbourne war Murrays bislang letzter Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier. Dass es dabei nicht bleiben wird, bestätigten die Turnierveranstalter der Australian Open am Dienstagmorgen.
Murray wird im kommenden Januar erneut in Melbourne aufschlagen. Dafür nutzt der auf Weltranglistenplatz 289 zurückgefallene Schotte sein "Protected Ranking", das jedem länger verletzten Spieler der Profitour zusteht.
"Er ist ein Typ, den wir sehr respektieren. Er hat keine Feinde. Wir brauchen Profis wie ihn, die als Beispiel für harte Arbeit, Fairness und Toughness vorangehen", so Federer.
Zum ersten Aufeinandertreffen der beiden seit 2015 könnte es im Januar 2020 bei der Erstauflage des ATP Cups kommen. Dort trifft die Schweiz in der Gruppenphase auf Großbritannien.

Auch Djokovic freut sich über Murray-Rückkehr

Ähnlich euphorisch über Murrays Rückkehr äußerte sich der Weltranglistenerste Novak Djokovic:
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