Sein "Heimspiel" hatte sich Alexander Zverev ganz anders vorgestellt.
Der Weltranglistensechste, der schon länger in Monaco lebt, verlor am Donnerstag beim prestigeträchtigen Sandplatz-Masters gegen den Belgier David Goffin 4:6, 6:7 (7:9).
Wenigstens hatte sich Zverev nach dem ersten Ärger dann auch schnell wieder abreagiert.
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"Für die Umstände war es ein recht gutes Spiel von meiner Seite. David hat extrem gut gespielt", sagte Zverev wenig später nüchtern, auch wenn ihm die Enttäuschung anzusehen war: "Mit der Ellbogenverletzung, mit der Ungewissheit, ob ich das Turnier spielen werde oder nicht, war es ganz okay."

Frustabbau nach Matchball: Die wichtigsten Szenen zum Zverev-Aus

Seit seinem Turniersieg in Acapulco Mitte März war es für Zverev das zweite frühe Aus in Folge.
Schon bei der Auftaktpleite beim Masters in Miami rund drei Wochen zuvor war er durch den schmerzenden Ellbogen gehandicapt gewesen, hatte anschließend eine Auszeit genommen und das Turnier in Marbella ausgelassen. Der Ellbogen sei auch immer noch geschwollen, erzählte Zverev, erst am Dienstag habe er zum ersten Mal überhaupt wieder aufgeschlagen.

Djokovic rutscht ebenfalls aus

Immerhin befand sich der US-Open-Finalist mit seinem Achtelfinal-Aus in guter Gesellschaft.
Auch der Weltranglistenerste Novak Djokovic musste sich überraschend dem Briten Daniel Evans mit 4:6, 5:7 geschlagen geben. In einem Rematch des Australian-Open-Viertelfinales wären Djokovic und Zverev in Monte Carlo in der nächsten Runde aufeinandergetroffen.

Sechs Breakbälle - Zverev lässt alle liegen

Gegen den an Position elf gesetzten Goffin konnte sich Zverev zwar bei anfangs windigen Bedingungen und frischen Temperaturen wie schon bei seinem Auftaktsieg gegen Lorenzo Sonego auf seinen Aufschlag verlassen, doch in den Ballwechseln agierte er oft zu passiv und ließ sich weit hinter die Grundlinie drängen.
Trotzdem ergaben sich Chancen - doch alle seine sechs Breakmöglichkeiten ließ Zverev ungenutzt. Der Deutsche zeigte ein großes Kämpferherz und wehrte im Tiebreak des zweiten Satzes vier Matchbälle ab, den fünften verwandelte Goffin aber nach 1:51 Stunden.
Damit sind bei dem mit knapp 2,5 Millionen Euro dotierten Turnier in Monte Carlo keine Deutschen mehr vertreten. Jan-Lennard Struff (Warstein) und Dominik Koepfer (Furtwangen) hatten bereits in der ersten Runde verloren.

Nadal fegt Dimitrov vom Platz

Eine starke Leistung lieferte indes Rafael Nadal ab. Der Sandplatz-König, der in Monte Carlo nach seinem 12. (!) Titel greift, fegte Grigor Dimitrov mit 6:1, 6:1 vom Platz.
Ganze 55 Minuten benötigte Nadal, um die Nummer 17 der Welt in die Schranken zu weisen.
(SID)
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