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Alexander Zverev im exklusiven Interview vor Monte-Carlo: "Man kann Nadal nicht mit mir vergleichen"
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Publiziert 10/04/2023 um 15:53 GMT+2 Uhr
Olympiasieger Alexander Zverev startet beim ATP Masters in Monte-Carlo in die Sandplatzsaison und beginnt damit die Vorbereitung auf die French Open in Paris, wo er sich im Vorjahr im Halbfinale gegen Rafael Nadal schwer verletzte. Der 25 Jahre alte Hamburger gibt im exklusiven Interview mit Eurosport ein Update zu seinem Gesundheitszustand und erklärt, was ihm zu seinem besten Tennis noch fehlt.
Alexander Zverev in Monte-Carlo
Fotocredit: Getty Images
Das Interview führte Laura Robson
Beim Masters in seiner Wahlheimat Monte-Carlo eröffnet Alexander Zverev seine Sandplatzsaison.
Im Idealfall erreicht der Weltranglisten-16. sein Topform dann Ende Mai bei den French Open, wo er sich im zurückliegenden Jahr im Halbfinale gegen Rafael Nadal schwer verletzte - ausgerechnet in dem Moment, als er den Rekord-Grand-Slam-Champion am Rande einer Niederlage hatte.
"Ich hatte das Gefühl, das hätte meine Woche sein können", blickt Zverev nun im exklusiven Interview mit Eurosport auf Roland-Garros zurück.
Statt des möglichen Finaleinzugs begann eine Leidenszeit, über die der Olympiasieger nun vor dem Turnierauftakt im Fürstentum spricht. Zwar stelle der lädierte Knöchel kein Problem mehr dar, doch "wenn du so lange Zeit draußen bist, spürst du ständig etwas anderes", sagt der 25-Jährige offen und erklärt, was ihm zu seinem besten Niveau noch fehlt.
Herr Zverev, wie läuft die Vorbereitung auf das Sandplatz-Masters in Monte-Carlo?
Zverev: Normalerweise brauche ich zehn Minuten, um mich an den Sandplatz zu gewöhnen (lacht). Es ist ein Belag, auf dem ich mich sehr gut fühle und auf dem ich sehr gerne spiele. Dieses Jahr war das ein bisschen anders: Ich musste die Verletzung und den Unfall aus meinem Kopf bekommen, damit ich mich sicher fühle, mich auf dem Platz zu bewegen und zu sliden. Aber ich glaube, dass das mit der Zeit kommen wird. Je mehr Spiele ich bestreiten werde, desto besser wird es sein. Ich muss mich auf die positiven Erinnerungen besinnen, die ich auf diesem Belag gesammelt habe. Ich hoffe, es wird eine Sandplatzsaison, die mir Freude bereiten wird.
Haben Sie das Ganze noch im Kopf, fühlen Sie Ihren Knöchel noch?
Zverev: Nein, ich spüre den Knöchel überhaupt nicht. Mein Knöchel ist schon seit einigen Monaten schmerzfrei, aber ich habe nun immer andere Probleme. Wenn du eine so lange Zeit draußen bist, spürst du ständig etwas anderes. In Miami hatte ich Beschwerden an der Hüfte. Auf den Sandplätzen spürst du die Muskulatur vielleicht ein bisschen anders. Aber sobald ich gesund und komplett schmerzfrei bin, denke ich, dass ich bereit bin, wieder um diese Turniere mitzuspielen. Aber: Dafür muss mein Körper mitmachen.
Vielleicht werden Sie einfach älter.
Zverev: Ich möchte das so nicht sagen, weil ich erst 25 Jahre alt bin (lacht). Ich werde in der Tat auch älter, das spielt eine Rolle - aber hoffentlich habe ich noch einige Jahre vor mir.
Wie weit entfernt sind Sie von ihrem besten Tennis?
Zverev: Ich denke, dass ich in Dubai herausragendes Tennis gespielt habe. In Indian Wells habe ich auch sehr gut gespielt. Wenn ich dort das Spiel gegen Daniil Medvedev überstehe, komme ich vielleicht ins Finale. Wer weiß, was dann passiert. Vielleicht bin ich nur ein, zwei Punkte entfernt von meinem besten Tennis. Man kann im Training auf seinem höchsten Level sein, man kann in den Spielen in bestimmten Situationen auf seinem besten Level sein. Aber man muss diese Matches dann gewinnen, um das Gefühl zu haben, dass man wieder voll da ist. Ich denke, das ist das Einzige, was mir aktuell fehlt.
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Alexander Zverev im Eurosport-Interview in Monte-Carlo
Fotocredit: Eurosport
Lassen Sie uns auf die French Open vorausblicken. Sie waren im Halbfinale gegen Rafael Nadal nah dran, das Match zu gewinnen. Hatten Sie das Gefühl, dass es für Sie an der Zeit ist, Rafa auf "seinem" Court zu schlagen?
Zverev: Aus irgendeinem Grund hatte ich das tatsächlich. Das soll nicht überheblich klingen, Rafa ist der beste Spieler, der jemals auf diesem Belag gespielt hat. Man weiß auch nie, was in einem solchen Match passiert. Natürlich kann ich die Partie auch verlieren, wenn ich mich nicht verletze. Aber ich hatte das Gefühl, auf diesem Belag so stark zu spielen wie noch nie. Aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl, zumindest mit ihm konkurrieren zu können - und das habe ich ja auch. Natürlich hängt der Ausgang immer an Kleinigkeiten. Allerdings ich hatte das Gefühl, das es meine Woche hätte sein können.
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Das bittere Aus! Zverev knickt gegen Nadal fies um und muss aufgeben
Quelle: Eurosport
Rafael Nadal ist jemand, der immer wieder nach Verletzungen zurückkam. Wie lange haben Sie gebraucht, um sich auf dem Platz wieder sicher zu fühlen?
Zverev: Bei Rafa und Roger (Federer, A.d.R.) war das anders als bei mir. Sie kamen nach Verletzungen zurück und haben sofort Turniere gewonnen. Ich weiß nicht, wie sie das gemacht haben, aber sie haben es über 20 Jahre hinbekommen. Ich habe Zeit gebraucht. Ich glaube jedoch, dass meine Verletzung etwas anders war. Ich konnte zwei Monate lang nicht wirklich gehen. Du musst deinen Bewegungsablauf dann neu erlernen, du musst wieder lernen, wie man läuft und rennt. Das alles sind Faktoren, die im Tennis eine kleine Rolle spielen (lacht). Man kann Rafa nicht mit mir vergleichen, weil er zurückkommt und gewinnt - und nicht nur das, er siegt 6:0, 6:1 oder 6:1, 6:2.
Haben Sie etwas Neues in Ihrer Verletzungszeit gelernt, ein neues Hobby gefunden oder eine neue Sprache gelernt?
Zverev: Ich habe keine neue Sprache gelernt. Ich habe auch nicht kochen gelernt, obwohl ich es probiert habe. Ich spiele inzwischen deutlich besser Golf. Ansonsten nicht, ich bin immer noch der Alte.
Die Reha raubt eine Menge Zeit.
Zverev: Nicht einmal nur das. Aber abseits des Courts bin ich ziemlich faul, ich möchte nicht wirklich neue Dinge lernen (lacht). Ich bin nicht sehr talentiert. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann - und dabei bleibe ich lieber.
Sie treffen in der ersten Runde auf Alexander Bublik, ein schwerer, unberechenbarer Gegner.
Zverev: Gerade gegen ihn muss man bereit sein, auf dem besten Niveau zu spielen. Man muss auch mit Verrücktem rechnen, auf Underarm-Serves vorbereitet sein. Man weiß nie wirklich, was man bekommt. Aber unter dem Strich freue ich mich einfach darauf, wieder zurück auf Sand zu sein und hoffentlich ein paar gute Matches zu spielen.
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Zverev scheitert an Nummer 97 der Welt - die besten Szenen
Quelle: SNTV
Und die Heimfans hinter Sie zu bringen.
Zverev: Genau. Naja, die meisten davon sind Italiener und Franzosen. Ich weiß nicht, ob sie so sehr hinter dem Deutschen stehen (lacht).
Vielen Dank für das Gespräch, Herr Zverev.
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