Novak Djokovic und sein Kampf gegen die "inneren Stimmen": Superstar spricht vor Monte-Carlo offen über Selbstzweifel
Update 07/04/2025 um 12:58 GMT+2 Uhr
Vor dem Start beim Masters-1000-Turnier in Monte Carlo spricht Novak Djokovic ungewöhnlich offen über Selbstzweifel und seine Zukunft im Tennis. "Die inneren Stimmen sagten mir, ich solle es lassen", gab der bald 38-jährige Serbe zu. Nach schwierigen Monaten sei der 24-malige Grand-Slam-Sieger jedoch erleichtert: "Ich bin froh, dass ich zumindest in Miami die Freude auf dem Platz gefunden habe."
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Quelle: Eurosport
Ein Karriereende ist für Djokovic - trotz Spekulationen - aktuell jedoch kein Thema. Wohl auch nicht, wenn er ausgerechnet mit seinem 25. Major-Titel zugleich den 100. Turniersieg holen würde.
"Ich glaube nicht, aber man weiß nie", sagte er mit einem Lächeln bei einer Medienrunde.
"Wenn du mir sagst, ich gewinne den 100. Titel bei einem der Slams in diesem Jahr, dann werde ich das sofort unterschreiben. Aber das ist ein großer Berg, den man erklimmen muss."
Die Jagd auf diesen Meilenstein geht in Monte Carlo weiter - einem Ort, an dem Djokovic bereits 2013 und 2015 triumphierte. Diesmal kommt er allerdings mit bescheideneren Erwartungen ins Fürstentum.
Die wichtigste Nachricht für seine Fans: Nach einer Augeninfektion, einem verletzungsbedingten Halbfinal-Aus bei den Australian Open in Melbourne und überraschenden Erstrundenpleiten in Doha und Indian Wells, ist Djokovic wieder auf dem Weg zurück zur alten Form.
"Hohe Tennisqualität von meiner Seite"
In Miami zeigte er starke Leistungen und erreichte ohne Satzverlust das Finale. "Es war ein Turnier mit hoher Tennisqualität von meiner Seite", sagte Djokovic rückblickend.
Den mentalen Aufschwung möchte er nun auf den Sand mitnehmen - mit Blick auf das große Ziel Roland Garros.
In Monte Carlo wird er ohne Coach Andy Murray aufschlagen, dafür mit Bruder Marko an seiner Seite. "Andy übt wahrscheinlich an seinem Golfschwung", scherzte Djokovic, "aber Monaco war nie Teil unseres Deals." In Madrid soll Murray wieder zum Team stoßen.
Djokovic: "Fühle mich, als hätte ich noch Benzin im Tank"
Auch wenn die Augeninfektion noch nicht ganz ausgeheilt ist, hofft der Serbe, fit für die erste Runde zu sein. Eines steht für Djokovic jedenfalls fest: Solange er körperlich mithalten kann, will er weitermachen.
"Ich fühle mich immer noch so, als hätte ich Benzin im Tank. Wie ich in Australien und Miami gezeigt habe, kann ich immer noch auf hohem Level spielen. Es gibt mir Befriedigung, auf dem Court zu stehen und mit den Besten zu spielen."
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