US Open 2026 - Legende John McEnroe sagt Karriereende von Novak Djokovic für 2027 voraus: "Hohe Wahrscheinlichkeit"

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John McEnroe hat eine Experten-Prognose über die Zukunft von Novak Djokovic aufgestellt. Der siebenfache Grand-Slam-Champion schätzte bei Eurosport bei den US Open in New York die Wahrscheinlichkeit als "sehr hoch" ein, dass der 39-Jährige seine Karriere 2027 beenden werde. Als Grundlage hierfür zieht er die jüngsten Leistungen des "Djokers" heran, wägt aber auch die Optionen des Serben ab.

Djokovic vor Rücktritt? Frühes Aus wirft Fragen auf

Quelle: Perform

Die wahrscheinlich letzte große Herausforderung für einen Profisportler, der in seiner Laufbahn alles gewonnen und noch während seiner Karriere den Legenstatus erreicht hat, besteht darin, einen angemessenen Abgang zum richtigen Zeitpunkt hinzulegen.
Vor dieser Aufgabe steht früher oder später auch Novak Djokovic. Mit 24 Major-Titeln und acht Saisons an der Spitze der Weltrangliste legte der 39-Jährige eine der außergewöhnlichsten Laufbahnen in der Tennisgeschichte hin. Doch nicht zuletzt durch seinen erstmaligen Sturz aus den Top Ten seit 2018 sowie die Häufung gesundheitlicher Probleme verstärken sich die Vorzeichen auf ein baldiges Karriereende.
"Wird er nächstes Jahr aufhören? Es sieht so aus, als wäre es bald soweit", erklärte McEnroe. "Man könnte meinen, dass das sehr wahrscheinlich ist, aber wir müssen abwarten und sehen."
Unterstützt wird diese These von Djokovic' jüngstem Auftreten bei den US Open, wo er bereits in der esten Runde gegen den 25-jährigen Argentier Mariano Navone gescheitert war (2:3) und sich während des Matches mehrfach übergeben musste. Diesen Auftritt bezeichnete der Experte als "schockierend".
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Novak Djokovic schied bei den US Open 2026 bereits in der ersten Runde aus

Fotocredit: Getty Images

Djokovic startete Saison mit Finale

McEnroe fasste die Situation des Serben wie folgt zusammen: "Er ist schließlich 39, und das ist weit über das Verfallsdatum der meisten Leute hinaus - auch was das Tennis angeht, mich eingeschlossen."
Dabei war das Jahr für Djokovic sehr gut gestartet. Bei den Australian Open schlug der Serbe die Nummer eins Jannik Sinner und erreichte im Anschluss sogar das Finale, wo er einen Satz gegen Carlos Alcaraz holte. Zudem zog er in das Wimbledon-Halbfinale ein, was die Erwartungen für die US Open hinaufgeschraubte - es folgte die frühe Enttäuschung.
McEnroe erinnerte an die starken Auftritte Djokovics, "er hatte einen unglaublichen Lauf, ich habe ihn vor den US Open als den dritt- oder viertbesten Spieler der Welt gesehen", bis das "schockierende" Aus in New York kam.
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Henin über Djokovic-Aus: "Mehr besorgt als noch vor einigen Monaten"

Quelle: Eurosport

"Man will nicht an einen Punkt kommen und sagen: ‚Warum habe ich aufgehört, wenn ich vielleicht noch mehr hätte gewinnen können?‘" Das sei die Situation, in der sich Djokovic gerade finde, führte McEnroe weiter aus.
Er könne den Gedankengang eines Champions daher gut nachvollziehen: "Er kommt in Australien ins Finale und dann denkt er: Vielleicht kann ich noch einmal gewinnen", so McEnroe über die nachvollziehbare Logik bei der Rekordjagd nach dem 25. Grand-Slam-Titel.

Djokovic träumt von Olympia 2028

Mittlerweile bekommt es der 39-Jährige auf der ATP-Tour regelmäßig mit halb so alten Spielern wie er selbst zu tun und beklagt sich regelmäßig über gesundheitliche Probleme. Auch wenn sein Rücktritt einen Schock für die Tenniswelt darstellen wird, ist es womöglich Zeit, sich langsam an eine neue Realität zu gewöhnen - ohne den "Djoker".
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Carlos Alcaraz (l.) und Novak Djokovic beim Finale der Australian Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Was allerdings gegen eine Karriereende im nächsten Jahr spricht, ist Djokovic' eigene Aussage: "Das Einzige, was mir durch den Kopf geht und mich motiviert, sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles." Oder auch zuletzt in seiner Doku: "Warum sollte ich über den Ruhestand sprechen, wenn ich mir doch immer wieder beweise, dass ich noch gewinnen kann?"
Den Zeitpunkt für seinen Abgang kann nur der 24-fache Major-Champion selbst festlegen. Sein letzter und größter Gegner ist nun die Zeit. Oder in den Worten von McEnroe: "Wie sagt man so schön: Die Zeit ist unbesiegbar.”

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