Jannik Sinner wird nach Absage in Montréal von Ben Shelton verteidigt: "Wie soll er alle Turniere spielen können?"

Jannik Sinner musste nach seiner Absage für das Canadian Masters Kritik einstecken. Neben dem Weltranglistenersten sagten auch Novak Djokovic und Carlos Alcaraz für das Turnier in Montréal ab. Nun hat der Südtiroler Rückendeckung von Ben Shelton bekommen. "Ich bin mir nicht sicher, wie nachhaltig der Kalender ist", sagte der US-Amerikaner in einer Pressekonferenz des ATP-Turniers in Washington.

Ben Shelton verteidigt Jannik Sinner nach seiner Absage in Montreal

Fotocredit: Getty Images

"Ich denke, für mich sind Verletzungen das größte Problem. Sinner kennt seinen Körper besser als jeder andere, so wie alle Spieler", erklärte Shelton weiter und nahm den 24-jährigen Dominator in Schutz.
"Wenn Jannik und Novak sich körperlich und mental bereit fühlen, werden sie spielen. Meiner Meinung nach lassen sie kein Turnier ohne Grund aus", mutmaßte der US-Amerikaner.
Sinner gewinne so viele Spiele, wie er bestreitet; seine Spielanzahl sei extrem hoch, so Shelton. "Wie soll er da bei allen Turnieren mitspielen können? Ich glaube nicht, dass das auf Dauer durchzuhalten ist."
Der Italiener spielte mit 47 Matches in diesem Jahr tatsächlich die zweitmeisten aller ATP-Profis. Nur Alexander Zverev hat mit 53 Partien noch mehr Begegnungen absolviert.

Sinner lässt große Chance verstreichen

Sinner war nur bei drei seiner neun gespielten Turniere in dieser Saison nicht im Finale. Bei den Australian Open, beim 500er-Turnier in Doha und bei den French Open blieb dem fünfmaligen Grand-Slam-Sieger das Endspiel verwehrt.
Seit seinem körperlichen Einbruch in Roland-Garros in der zweiten Runde und dem damit verbundenen Überraschungsaus gegen Juan Manuel Cerúndolo achtet Sinner noch stärker auf seinen Körper und ließ immer wieder Turniere aus.
Dafür will er dann bei den US Open frischer aufschlagen. Das klappte bereits in Wimbledon, als er den Titel gewann, ohne vorher ein Turnier nach dem French-Open-Aus zu spielen.
Nach seiner neuerlichen Absage für das 1000er-Event in Montréal wurde die Kritik zuletzt etwas lauter. Der Verzicht kam überraschend, da der Italiener der erste Spieler hätte werden können, der alle neun Masters in einem Kalenderjahr gewinnt.
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Quelle: SNTV


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