French Open: Jannik Sinner verliert sensationell in Runde zwei - Turnierfavorit geht in der Hitze von Paris baden

Jannik Sinner ist bei den French Open 2026 sensationell bereits in der 2. Runde gescheitert. Der Topfavorit verlor gegen den Argentinier Juan Manuel Cerúndolo nach komfortabler Führung 6:3, 6:2, 5:7, 1:6, 1:6. Sinner erlebte beim Stand von 6:3, 6:2, 5:1 hitzebedingt einen plötzlichen Systemabsturz. Bei 33 Grad war der Weltranglistenerste fortan von der Rolle und klagte über Übelkeit und Schwindel.

2. Runde: Sensation! Sinner geht in der Hitze komplett ein - Highlights

Quelle: Eurosport

Der 24-Jährige, der die Weltrangliste souverän anführt und sich in den vergangenen Wochen mit 30 Siegen in Folge als scheinbar unbezwingbar präsentiert hatte, verlor 18 Punkte in Folge und holte anschließend nur noch zwei Spiele.
Nach 3:36 Stunden verwandelte sein 24-jähriger Gegner seinen ersten Matchball zu dessen wohl größtem Karriere-Erfolg.
"Das hatte niemand auf dem Zettel. Das ist eine Sensation - vielleicht sogar die Sensation des Jahres", urteilte Eurosport-Experte Boris Becker: "Sinner hat die letzten fünf Turniere am Stück gewonnen, war in Paris der absolute Top-Favorit. Und dann scheidet er gegen den jüngeren Cerúndolo-Bruder aus. Sachen gibt's, die gibt es gar nicht."
Für Alexander Zverev öffnet sich damit derweil der Weg zum ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Nach der verletzungsbedingten Absage von Carlos Alcaraz und dem überraschenden Sinner-Aus ist der Deutsche nun Top-Favorit auf den Titel. Im Halbfinale könnte der Hamburger allerdings auf Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic (Serbien) treffen.
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Rittner und Kohlschreiber analysieren den Sinner-Schock: "Unglaublich!"

Quelle: Eurosport

Sinner war schon am Morgen unwohl

Sinner hatte in den vergangenen Jahren immer wieder bei hohen Temperaturen mit seinem Körper zu kämpfen gehabt. "Ich habe mich schon nicht wohlgefühlt, als ich heute Morgen aufgewacht bin. Ich habe versucht die Punkte kurzzuhalten und habe die Bälle gut getroffen. Aber dann bin ich gegen eine Wand gelaufen", sagte Sinner eine Stunde nach seinem Schock-Aus: "Ich hatte keine Energie mehr. Es war ein schwerer Moment, aber das ist Sport."
Natürlich sei der K.o. für ihn schwer zu akzeptieren, "vor allem in der Position, in der ich war".
So sahen es auch die Analysten. "Er muss dieser Situation auf den Grund gehen, denn es passiert häufiger und inzwischen auch ein bisschen zu oft", meinte Eurosport-Experte Mats Wilander: "Irgendetwas muss sich ändern."
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Hitze-Opfer Sinner verliert sensationell - Gegner jubelt gar nicht richtig

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Sinner klagt über Übelkeit und Schwindel

Gegen den Weltranglisten-56. Cerúndolo sah es zunächst so aus, als würden diese Sinner diesmal nichts anhaben können. Gegen Ende des dritten Satzes jedoch schien der Südtiroler plötzlich Probleme zu bekommen, immer wieder suchte die Nummer eins der Welt den spärlichen Schatten auf dem Court Philippe-Chatrier, er dehnte mehrfach seine Muskulatur.
In Sinners Box herrschte Ratlosigkeit, als er ein eigenes Aufschlagspiel ohne Punktgewinn abgeben musste. Beim Stand von 6:3, 6:2, 5:4 für Sinner konnte er dann erstmals nicht mehr weiterspielen und nahm eine medizinische Auszeit. Der Spieler selbst spekulierte gegenüber Schiedsrichterin Aurélie Tourte über eine "Dehydrierung" und gab an, dass ihm übel und schwindelig sei.
Sinner kehrte anschließend auf den Platz zurück, verlor aber sang- und klanglos den dritten Satz. Auch nach einer weiteren längeren Pause sah Sinner nicht gut aus. Im vierten Satz musste er sich beinahe auf dem Court übergeben. Immer wieder stützte er sich auf seinem Schläger ab und versuchte, Rat in seiner Box einzuholen.
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"Richtig, richtig bitter!" Sinner kassiert Break in Satz fünf

Quelle: Eurosport

Sinner lässt der Körper in Stich

Es half nichts: Nach insgesamt drei Stunden war auch der vierte Satz verloren. Sinner kämpfte verbissen, doch sein Körper ließ ihn weiter im Stich.
"Unglaublich. Er hat ihn hergespielt und auf einmal ging nichts mehr. Das war traurig anzusehen", meinte Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber ungläubig: "Es war gar keine so intensive Partie, es sah teilweise aus wie ein Trainingsspiel. Das kam wie aus dem Nichts."
"Wir können nur mutmaßen, aber da wird auch eine psychische Komponente dabei gewesen sein", sagte Eurosport-Expertin Barbara Rittner: "Es ging ihm so schlecht, dass er von 100 auf 20 Prozent runter ist." Für Eurosport-Experte Tim Henman ist Sinners Aus nicht weniger als "eine der größten Sensationen der letzten Jahre".
Der Südtiroler war als absoluter Topfavorit auf den Titel nach Paris gereist. 2025 bremste ihn erst Carlos Alcaraz in einem epischen Finale aus - der Spanier fehlt in diesem Jahr verletzungsbedingt, was Sinners Chancen im Vorfeld noch einmal vergrößert hatte.
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Wilander über Hitze-Opfer Sinner: "Es passiert ein bisschen zu oft"

Quelle: Eurosport

Zverev mit der großen Chance - Cerúndolo baff

In Rom gewann der Italiener sein sechstes Masters in Serie nach den Triumphen in Paris (2025) sowie Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid in diesem Jahr.
Einer seiner größten Rivalen in diesem Jahr war Alexander Zverev, dessen Chancen auf einen ersten Grand-Slam-Titel durch Sinners Aus nun deutlich besser erscheinen.
Cerúndolo war ob des Sieges sichtlich baff, jubelte nach dem Matchball gar nicht richtig. "Das ist hart für ihn. Er sah wie der Sieger aus. Ich konnte nicht mehr als drei Spiele pro Satz gewinnen. Ich hatte etwas Glück. Er tut mir etwas leid", sagte der jüngere Bruder des Weltranglisten-26. Francisco Cerúndolo, der parallel ebenfalls die 3. Runde erreichte.
(mit SID)
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"Super Ballwechsel": Sinner nutzt die ganze Breite des Platzes

Quelle: Eurosport


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