ATP München | Philipp Kohlschreiber erreicht Achtelfinale

Rekordsieger Philipp Kohlschreiber steht als zweiter Deutscher neben Titelverteidiger Alexander Zverev (Hamburg) im Achtelfinale des ATP-Turniers in München. Der 35 Jahre alte Routinier gewann sein Erstrundenmatch gegen den Italiener Andreas Seppi (Italien) in 80 Minuten mit 6:2, 7:5 und trifft nun auf den an Nummer zwei gesetzten Karen Chatschanow (Russland).

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Auf den Rekordsieger war Verlass: Kohlschreiber ist an einem zunächst eher schwarzen Dienstag für die deutschen Profis souverän in die zweite Runde des ATP-Turniers in München eingezogen.
Der 35 Jahre alte Routinier, der die BMW Open 2007, 2012 und 2016 gewonnen hatte, setzte sich bei der mit 586.140 Euro dotierten Veranstaltung im "Altherren-Duell" gegen den gleichaltrigen Seppi durch.
"Ich bin zufrieden", sagte Kohlschreiber nach dem 80-minütigen Match. Der Vorjahresfinalist trifft nun auf den Weltranglisten-13. Chatschanow. "Er macht wenig Kompromisse. Das heißt für mich: volle Attacke", sagte der Augsburger zu seinem Achtelfinale am Donnerstag. Bange ist ihm aber nicht:

Zverev steht vor Auftaktmatch

Titelverteidiger Zverev bestreitet sein Auftaktmatch auf der Anlage des MTTC Iphitos am Mittwoch gegen Juan Ignacio Londero. Der Argentinier, Nummer 80 der Weltrangliste, verhinderte mit einem 6:2, 4:6, 6:2 gegen Maximilian Marterer ein deutsches Achtelfinal-Duell. Marterer hatte im Vorjahr des Halbfinale gegen Kohlschreiber erreicht.
Von den sieben Deutschen im Hauptfeld bereits ausgeschieden sind außerdem Jan-Lennard Struff durch ein 1:6, 1:6 gegen Qualifikant Thiago Monteiro (Brasilien), Qualifikant Yannick Maden durch ein 4:6, 2:6 gegen Cristian Garin (Chile) und Mischa Zverev. Er unterlag dem an Nummer sieben gesetzten Guido Pella (Argentinien) mit 2:6, 1:6. Pella war 2017 Finalist beim ersten Sieg von Alexander Zverev in München.

Struff kann an Vorleistungen nicht anknüpfen

Überraschend schnell endete auf dem spärlich besetzten Centre Court das wegen Regens von Montag auf Dienstag verschobene Erstrundenmatch von Struff: Nach nur 51 Minuten war der 29 Jahre alte Davis-Cup-Spieler, der bislang ein überzeugendes Jahr gespielt hat, bereits ausgeschieden. "So ein Match tut sehr weh. Er hat kaum Fehler gemacht, ich zu viele. Meine Schläge sind ein bisschen verpufft", sagte Struff nach dem einseitigen Match.
Die Niederlage kam für den frischgebackenen Vater Struff umso überraschender, weil er in der Vorwoche in Barcelona überzeugt hatte: Erst mit einem Sieg gegen den Weltranglistenzehnten Stefanos Tsitsipas (Griechenland), dann mit einer starken Leistung bei der knappen Niederlage (5:7, 5:7) gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal (Spanien).
"Das war ein ganz gutes Match", sagte der 48. der Weltrangliste, am Dienstag musste er das Gegenteil konstatieren: "Egal, was ich gemacht habe, es war nicht gut."
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