ATP München - Diego Dedura wagt den nächsten Schritt: Erfolg bei den BMW Open soll nur der Anfang gewesen sein
Diego Dedura plant keine Rückkehr in den Juniorenbereich. Der 17-Jährige erklärte nach seiner Achtelfinalniederlage gegen Zizou Bergs (1:6, 1:6) beim ATP-Turnier in München, sich zukünftig bei den Profis durchsetzen zu wollen. "Ich habe dieses Jahr entschieden, keine Juniors mehr zu spielen", antwortete das Talent auf die Frage nach einer möglichen Teilnahme am Nachwuchsturnier der French Open.
Highlights: Dedura-Märchen endet im Achtelfinale
Quelle: Eurosport
Am Dienstag gewann Diego Dedura in München sein erstes Match auf der ATP-Tour, zwei Tage später steht für ihn fest, sich auch weiterhin vornehmlich mit den Profis messen zu wollen.
Das Junioren-Turnier in Roland-Garros wird der Youngster jedenfalls nicht besuchen, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Ausscheiden bei den BMW iOpernn München erklärte. Der Grund: Zeitlich kollidierten diese mit dem Challenger-Event in Heilbronn, für das er eine Wild Card erhalten habe.
Zusammen mit seinem Team habe er deshalb beschlossen, "dass ich auf die Profi-Tour gehe, da bleibe und versuche, in den kommenden Jahren so weit wie möglich zu kommen."
Ein erster Schritt soll bereits beim Masters in Madrid erfolgen. In der spanischen Hauptstadt wird Dedura ebenfalls über eine Wild Card an der Qualifikation teilnehmen.
Dementsprechend straff gestaltet sich auch der Zeitplan des neuen deutschen Shootingstars. "Ich werde morgen nach Madrid fliegen und dort trainieren", kündigte er am Donnerstag an.
Dedura hatte in München durch seinen Sieg in der ersten Runde gegen den Kanadier Denis Shapovalov (Aufgabe bei 7:6 (7:2), 3:0) Aufsehen erregt. Bei dem Erfolg am Dienstag hatte er noch unter dem Doppelnamen Dedura-Palomero gespielt, welchen er nun aber auf den Nachnamen seiner Mutter kürzte.
Diego Dedura also - den Namen darf man sich merken.
Dedura: "Noch viel zu lernen"
Sein Spitzname werde aber "DDP" bleiben, meinte der gebürtige Berliner, allerdings sei der Doppelname "für die Schiedsrichter vielleicht ein bisschen zu anstrengend". Zudem finde er, dass "zwei Namen reichen".
Die deutliche Niederlage gegen den Belgier Bergs im Achtelfinale steckte Dedura derweil gut weg. "Das Match hat glaube ich 1:20 Stunden gedauert, was für 6:1, 6:1 ziemlich lange ist", unterstrich der Weltranglisten-549. das Positive.
Bergs "war heute einfach besser als ich", zollte Dedura seinem Gegner Respekt und richtete den Blick nach vorne. "Ich kann auf jeden Fall mitnehmen, dass ich auf dem Platz ruhiger bleiben muss", analysierte der Deutsche, bevor er ein äußerst erwachsenes Fazit zog: "Ich habe, noch viel zu lernen."
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