Stefanos Tsitsipas im exklusiven Interview: Darum erinnert mich Holger Rune an mich selbst

Stefanos Tsitsipas hat in einem exklusiven Interview mit Eurosport lobende Worte für den dänischen Shootingstar Holger Rune gefunden. Der Grieche erklärt, warum der 19-Jährige schon jetzt wie ein Top-Drei-Spieler auftritt und welche Eigenschaften Runes ihn an sich selbst erinnern. Zudem gibt Tsitsipas einen Ausblick auf die letzten Wochen des bis dato für ihn so erfolgreichen Jahres.

Trotz Satz und Break vor: Tsitsipas gibt Sieg noch aus der Hand

Quelle: SNTV

"Rune mag zwar aktuell noch nicht in den Top Ten der Weltrangliste stehen, aber ich glaube, dass es nicht mehr lange dauern wird. Als ich gegen ihn gespielt habe, war es eher vergleichbar mit einem Duell mit einem Top-Drei-Spieler", sagt Tsitsipas.
Er ergänzt: "Seine aktuelle Platzierung wird seiner Klasse nicht gerecht. Er spielt so furchtlos und erinnert mich irgendwie ein bisschen an mich selbst, als ich zum ersten Mal auf der Tour war." Das dänische Top-Talent, das in diesem Jahr zweimal auf Tsitsipas (aktuell Nummer fünf der Welt) getroffen war und beide Partien für sich entschied, rangiert derzeit auf Position 18.
Tsitsipas schiebt mit Blick auf Runes Entwicklung nach: "Ich erinnere mich an meine ersten ATP-250-Turniere und an meine ersten Siege in Katar. Ich habe damals im Vergleich zu heute viel freier und aggressiver gespielt."
Der junge Skandinavier spiele ganz ähnlich. "Es ist nicht einfach, gegen solche Spieler zu spielen, sie haben keine Angst und das kann gefährlich sein."
Tsitsipas schlägt dieser Tage beim Masters in Paris-Bercy auf, am Donnerstagabend trifft er im Achtelfinale auf Corentin Moutet.
Ein Triumph in der französischen Hauptstadt wäre nach den Siegen bei den Mallorca Open und beim Masters in Monte-Carlo der dritte Turniererfolg im laufenden Jahr. Zudem standen 2022 drei verlorene Endspiele (Astana, Stockholm, Rotterdam) für Tsitsipas zu Buche.

Tsitsipas: "Genieße dieses Jahr mehr"

Ein durchaus erfolgreiches Jahr aus Sicht des gebürtigen Atheners. "Ich genieße dieses Jahr mehr als das vergangene. Es ist ein gutes Gefühl auf dem Platz zu stehen und nicht zu sehr zu zweifeln. Das ist sehr wichtig." Tsitsipas weiter: "Es ist auch eine mentale Sache. Man kann Dinge in seiner Denkweise ändern, die die Leute nicht sehen." Er sei mittlerweile "viel beständiger" und gehe mit "mehr Freude" an seine Aufgaben heran.
Nach dem prestigeträchtigen Turnier in Paris stehen für Tsitsipas ab dem 13. November in Turin die ATP Finals auf dem Programm.
Bezüglich des prominent besetzten Wettbewerbs und eines möglichen Erfolgs zum Jahresausklang, sagt Tsitsipas: "Es ist noch nicht zu Ende, also kann ich noch keine genaue Einschätzung. Es käme auf ein anderes Ergebnis, wenn sich die Dinge in den letzten Wochen noch ändern würden. Bis jetzt ist es ein tolles Jahr, aber es könnte auch ein herausragendes Jahr sein."
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Klasse Leistung: Tsitsipas zu flink für Evans

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