Masters Paris: Novak Djokovic mit Kraftakt im Achtelfinale gegen Tallon Griekspoor - "Mehr Zeit auf der Toilette"
Novak Djokovic hat sich beim Masters in Paris mit seinem 15. Sieg in Folge ins Viertelfinale gespielt. Im Achtelfinale musste sich der 36 Jahre alte Weltranglistenerste beim 4:6, 7:6 (7:2), 6:4 gegen den Niederländer Tallon Griekspoor aber gehörig strecken. Der Serbe brauchte 2:39 Stunden Spielzeit, ehe er den Weltranglisten-23. besiegt hatte. Später sprach Djokovic von anhaltenden Magenproblemen.
ATP Paris : Djokovic beats Griekspoor Highlights (SNTV)
Quelle: Eurosport
Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic hat am Abend nur mit großer Mühe das Viertelfinale erreicht. Der serbische Weltranglistenerste wirkte gesundheitlich angeschlagen, kam nach Satzrückstand aber besser ins Spiel und besiegte den Niederländer Tallon Griekspoor 4:6, 7:6 (7:2), 6:4. Am Ende standen 102:101 Gesamtpunkte auf dem Board.
"Wenn er es gewonnen hätte, wäre es auch verdient gewesen", sagte Djokovic: "Ich habe gut angefangen, dann aber Federn gelassen. Ich habe die letzten Tage Probleme mit meinem Magen, ich fühle mich nicht gut. Ich hoffe, dass ich noch genügend Energie habe, weiterzukämpfen."
Nach dem verlorenen ersten Satz ließ Djokovic einen Arzt kommen, nahm eine Tablette. Die half offenbar, das Spiel blieb dennoch eng. Nach dem Rebreak zum 4:4 im dritten Satz - Djokovic schlug mit vollem Risiko einen Doppelfehler - legte er sich mit dem Publikum in Paris an.
Über eine Minute lang winkte er den Zuschauern provokant zu und forderte sie gestenreich dazu auf, zu johlen und zu buhen. Derart angestachelt nahm er Griekspoor anschließend zu Null den Aufschlag ab und verwandelte kurz darauf seinen ersten Matchball zum Sieg.
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Djokovic überrascht: Griekspoor-Sieg wäre verdient gewesen
Quelle: Perform
Djokovic festigt Nummer eins
Später sagte Djokovic, er habe die letzten Tage "mehr Zeit auf der Toilette als auf dem Tenniscourt verbracht".
Der 36-Jährige schlägt in Paris erstmals nach seinem US-Open-Triumph Mitte September wieder bei einem ATP-Turnier auf. Seit Ende Mai hat der Serbe nur das Wimbledon-Finale gegen Carlos Alcaraz verloren, dafür aber die Titel bei den French Open, beim Masters in Cincinnati und in New York geholt.
Zwischendurch half er Serbien beim Einzug in die Davis-Cup-Finals. Die Asien-Tour ließ er aus.
In der Weltrangliste vergrößerte Djokovic mit seinem Erfolg in Paris den Vorsprung auf den Spanier Carlos Alcaraz, der in der französischen Hauptstadt überraschend schon vor dem Achtelfinale die Segel streichen musste. Gewinnt der Serbe in Paris, ist ihm die Nummer eins zum Jahresende kaum mehr zu nehmen.
Zverev braucht Schützenhilfe
Djokovic trifft im Viertelfinale auf den von Boris Becker trainierten Dänen Holger Rune, der sich gegen den Deutschen Daniel Altmaier 6:3, 6:3 durchsetzte.
Altmaier hätte Alexander Zverev (Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas) mit einem Erfolg über Rune Schützenhilfe für die Qualifikation zu den ATP Finals in Turin leisten können.
So muss der Deutsche nun auf einen Djokovic-Sieg hoffen, um sicher in Turin dabei zu sein.
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(mit SID)
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Medvedev reagiert sarkastisch auf Mittelfinger-Eklat
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