Alexander Zverev hadert vor Saisonendspurt mit Leistungsabfall: "Die letzten Monate waren für mich nicht die besten"
VonLukas Fegers
Publiziert 28/10/2024 um 09:56 GMT+1 Uhr
Das Tennis-Jahr neigt sich dem Ende, die Saison biegt auf die Zielgerade ein: Zeit also, erste Bilanz zu ziehen. Vor seinem Auftaktmatch beim ATP Masters in Paris stand Alexander Zverev Rede und Antwort - und ging mit seiner zweiten Saisonhälfte hart ins Gericht. "Die letzten paar Monate waren für mich nicht die besten. Das ist kein Geheimnis", sagte die deutsche Nummer eins im ATP-Interview.
Zverev hadert mit zweiter Jahreshälfte: "Hatte Leistungsabfall"
Quelle: Perform
Ernst blickte Alexander Zverev in die Kamera, die schwarze Trainingsjacke spiegelte gewissermaßen seine Stimmung über die vergangenen Resultate wider.
Mit dem ATP Masters in Paris und den ATP Finals in Turin stehen noch zwei Saisonhöhepunkte an, bei denen der Weltranglistendritte wieder sein "bestes Tennis spielen" möchte. Mit Rückenwind allerdings reist Zverev dabei nicht an.
Der Grund? Nach einem starken ersten Halbjahr, bei dem er gleich zweimal knapp an seinem ersten Grand-Slam-Titel der Karriere vorbeischrammte, ließen die Ergebnisse nach seinem Geschmack zuletzt zu wünschen übrig.
"Ich habe nicht gut performt, ich habe mich auch nicht gut gefühlt", betonte der Weltranglistendritte vor dem ATP Masters in Bercy, dem Traditionsturnier in der größten Halle von Paris: "Ich hatte also definitiv einen Leistungsabfall."
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Alexander Zverev hadert mit seiner zweiten Saisonhälfte.
Fotocredit: Getty Images
"Großartige" erste Saisonhälfte
Dass Zverevs Leistungen wie in Wien zuletzt Luft nach oben ließen, lässt sich vor allem anhand zweier Umstände erklären: Zum einen der Messlatte, die er mit seinen sportlichen Auftritten zu Jahresbeginn selbst nach oben schraubte, und zum anderen seinen körperlichen Beschwerden.
"Die ersten sechs Monate der Saison waren, glaube ich, großartig", stellte Zverev im ATP-Interview fest: "Ich stand in einem Grand-Slam-Finale, war sehr nah dran an einem weiteren in Australien, habe ein Masters gewonnen. Es war einfach so, dass ich viele Matches gewonnen habe. Es war rundum gut."
Bei den Australian Open war der Hamburger erst im Halbfinale an Daniil Medvedev gescheitert, als er eine Zweisatzführung verspielte. Und bei den French Open, zu denen er dank seines Masters-Triumphes in Rom als einer der Favoriten angereist war, musste er sich im Endspiel gegen Carlos Alcaraz nach einem Fünfsatzkrimi geschlagen geben.
Knieprobleme und Lungenentzündung stoppen Zverev
Wenige Wochen später, beim dritten Grand Slam des Jahres in Wimbledon, zeigte Zverev eine seiner besten Rasen-Performances und spielte lange wie ein Topfavorit auf den Titel.
Dann jedoch stand ihm im Achtelfinale gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz sein lädiertes Knie im Weg. "Danach hatte ich einige gesundheitliche Probleme. Ich habe also nicht gut gespielt", sagte Zverev und referierte dabei auch auf seine hartnäckige Lungenentzündung, deren Folgen ihm während des Jahresschlussspurts weiter zu schaffen machen.
Neuer Angriff im neuen Jahr
Auch beim ATP Masters in Paris-Bercy tritt Zverev nicht in Topform an, ähnlich scheint es aller Voraussicht nach beim Saisonfinale in Turin zu sein: Der deutsche Top-Spieler schleppt sich in Ziel.
Spätestens zum neuen Jahr, bei den Australian Open, will Zverev aber wieder voll da sein - auch dank einiger Änderungen an seinem Spiel und Equipment.
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Quelle: SNTV
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