Nach Paris-Absage: Novak Djokovic riskiert ATP Finals in Turin - vier Verfolger könnten am Serben vorbeiziehen

Die ATP Finals in Turin rangieren bei Superstar Novak Djokovic im Spätherbst der Karriere nicht mehr ganz oben auf der Prioritätenliste - das hat der Serbe schon in der Vergangenheit betont. Das Davis-Cup-Team und die Grand Slams stehen beim 37-Jährigen im Fokus. Trotzdem ist die Absage für das Masters in Paris ein kleiner Paukenschlag, denn die Teilnahme an den Finals bringt er damit ins Wanken.

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Quelle: Perform

"Unglücklicherweise werde ich in diesem Jahr nicht in Paris spielen", verkündete Djokovic am Mittwoch auf Instagram.
Damit verzichtet der Serbe auf die große Möglichkeit, die Teilnahme an den ATP Finals einzutüten - und das bei einem Turnier, das er im vergangenen Jahr zum siebten Mal gewann.
Die Absage des 24-maligen Grand-Slam-Champions öffnet der Konkurrenz indes die Tür nach Turin, wofür sich mit Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Alexander Zverev und Daniil Medvedev erst vier von acht Teilnehmern qualifiziert haben.
Djokovic selbst wird nach aktueller Lage bis zu den Finals vom 13. bis 20. November im Race to Turin bei seinen 3910 Punkten stehen bleiben. Momentan reicht das für Platz sechs - das könnte sich aber schnell ändern.

De Minaur in Lauerstellung

Andrey Rublev (3720 Punkte) hat sich beim ATP-500er-Turnier in Basel ins Viertelfinale vorgekämpft. Spielt sich der 27-Jährige ins Finale, zieht der derzeit achtplatzierte Russe an Djokovic vorbei.
Casper Ruud (3845) auf dem siebten Platz ist in Basel zwar ausgeschieden, hat in Paris und beim ATP-250er in Metz aber noch Möglichkeiten, Punkte zu sammeln.
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Quelle: Perform

Interessant wird es vor allem bei den Verfolgern dahinter. Auf dem ungeliebten neunten Platz - der nicht mehr für Turin reicht - steht aktuell Alex de Minaur (3405). Der Australier ist zurzeit beim Turnier in Wien im Einsatz, bei dem auch Alexander Zverev bisher erfolgreich unterwegs ist.
Bei einem Turniersieg würde sich de Minaur auf 3855 Punkte hochschrauben, dazu hat er noch Paris und das 250er-Turnier in Belgrad in der Hinterhand.

Auf de Minaur und Dimitrov kommt es an

Auch Grigor Dimitrov (3150) ist noch im Rennen. Wie de Minaur steht der Bulgare im Achtelfinale von Wien und könnte sich im besten Fall auf 3600 Punkte katapultieren. Klar ist: Selbst dann bräuchte es noch einen richtig starken Auftritt in Paris, um Djokovic aus den Top Acht zu verdrängen.
Bedeutet: Djokovic hat weiterhin die Chance auf eine Teilnahme an den ATP Finals, die er im vergangenen Jahr gewann. Die Kontrolle darüber hat er aber abgegeben - vor allem auf die Leistungen von de Minaur und Dimitrov wird es nun ankommen.
Sicher ist eine Teilnahme des siebenfachen Finals-Sieger aber selbst bei einem Top-Acht-Platz nicht. Der Fokus des Serben hat sich auf die Grand Slams verschoben - in diesem Fall zunächst die Australian Open im Januar. Ob er Turin wahrnehmen würde, bliebe also abzuwarten.

Djokovic: Es tut mir leid für die Leute ...

"Ich will nicht mehr so lange von zu Hause entfernt sein, aber ich habe immer noch den Antrieb. Es tut mir leid für die Leute, die wollen, dass ich zurücktrete, aber die müssen mich noch eine Weile anschauen", sagte Djokovic gegenüber "La Nación".
Es bleibt also spannend, wie es mit dem wohl größten Tennisspieler der Geschichte weitergeht ...
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Quelle: Eurosport


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