Carlos Alcaraz verwundert über Doping-Entwicklungen bei Jannik Sinner: "Kein gutes Zeichen für den Tennissport"

Die Wiederaufnahme des Doping-Verfahrens gegen Jannik Sinner vor dem Sportgerichtshof CAS schlägt weiter hohe Wellen. Am Sonntag meldete sich Carlos Alcaraz zu Wort - also der Spieler, mit dem sich Sinner die vier Grand-Slam-Titel in diesem Jahr aufteilte. Für den Tennissport sei es "sicherlich ein schlechtes Zeichen", sagte Alcaraz. Allerdings habe er auch Mitgefühl mit dem großen Konkurrenten.

Sinner von Einspruch "enttäuscht und überrascht"

Quelle: Perform

Nach zwei positiven Dopingtests im März war Sinner von einem unabhängigen Gericht freigesprochen worden. Die International Tennis Integrity Agency (ITIA) folgte der Begründung des Italieners, die verbotene Substanz Clostobol sei über ein Wundspray seines Physios in seinen Körper gelangt. Die Welt-Anti-Doping-Agentur macht nun allerdings von Ihrem Einspruchsrecht Gebrauch und fordert eine Sperre von ein bis zwei Jahren.
Das Thema versetzt die Tennis-Welt einmal mehr in Aufruhr - klar, dass auch Superstar Carlos Alcaraz zu der Thematik befragt wurde. Der Spanier stört sich vor allem am Hin-und-Her in dem Fall.
"Nachdem vor Cincinatti alles entschieden war und die ITIA gesagt hat, dass er nichts Falsches getan hätte, ist es nun wieder offen. Ich denke, das ist kein gutes Zeichen für den Tennissport im Allgemeinen", sagte Alcaraz am Sonntag im Rahmen der China Open in Peking.
Dabei verliert der Weltranglistendritte selber den Überblick über die genauen Abläufe. "Ich wusste nicht, was diesen Monat passieren würde. Ich habe die Nachricht gerade gesehen und war etwas überrascht. Okay, was passiert in diesem Fall schon wieder? Ich weiß nicht, wie es in den nächsten Monaten wird", sagte der 21-Jährige.

Alcaraz fühlt mit Konkurrent Sinner

Sinner schien die zusätzliche Aufmerksamkeit in den vergangenen Monaten gut ausblenden zu können - sein Sieg bei den US Open war ein klarer Fingerzeig. "Das Level, was er spielt, bei allem, was er gerade erlebt, ist unglaublich", lobt Alcaraz und fühlt mit seinem italienischen Konkurrenten.
"Es ist schwierig für ihn. Ich weiß, dass jeder darüber redet, die Nachrichten reden darüber. Wahrscheinlich, wie er vor New York gesagt hat, beginnen die Leute, ihn auf eine andere Art zu sehen. Ich weiß nicht, wie es ist, aber ich verstehe seine Position natürlich. Ich fühle mit ihm", betonte der vierfache Grand-Slam-Champion.
Dass sich Alcaraz und Sinner die vier Grand-Slam-Titel 2024 aufteilen, bleibt übrigens in jedem Fall bestehen. Die Ergebnisse Sinners sollen nach Angaben der WADA nicht annulliert werden - sein Sieg bei den Australian Open im Januar und den US Open im September hätte also Bestand.
Geht es nach Alcaraz, ist das Thema "bald beiseite und er schafft es, fokussiert zu bleiben auf das, was er liebt. Ich hoffe, dass es ihm und seinen engen Leuten in den nächsten Monaten nicht schlecht geht."
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Sinner dreht nächstes Match in Peking nach Rückstand

Quelle: Perform


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