Lorenzo Musetti von Fans in Peking nach Spielabbruch ausgepfiffen - "Meine Wortwahl war falsch und unangebracht"
Update 30/09/2025 um 16:04 GMT+2 Uhr
Lorenzo Musetti hat bei den China Open ein bitteres Viertelfinal-Aus erlebt - und wurde von den Zuschauern in Peking mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet. Der Grund: In der Runde zuvor war Musetti negativ aufgefallen - im Duell mit Giovanni Mpetshi Perricard hatte er die Nerven verloren und sich über Husten im Publikum beschwert. Dabei rutschte ihm ein unglücklicher Kommentar heraus.
Lorenzo Musetti, Beijing 2025
Fotocredit: Getty Images
In jener Partie gegen den Franzosen beklagte Musetti das Verhalten einiger weniger Zuschauer. "Diese verdammten Chinesen husten ständig", hatte der 23-Jährige geschrien, bevor er eine Geste in Richtung Publikum machte und auf seinen Hals zeigte.
Der frostige Abschied nach seiner Aufgabe gegen den US-Amerikaner Lerner Tien hatte daher nicht nur sportliche Gründe. Angesichts der Sensibilitäten rund um die Corona-Pandemie schlugen die Wellen hoch.
Musetti reagierte schnell und veröffentlichte eine Entschuldigung in den Sozialen Medien: "Ich bin wirklich sehr traurig. Ich respektiere euch zutiefst, ich fühle mich hier wie zu Hause und ich schätze die Wärme und Freundlichkeit, die ich immer von euch erhalten habe."
Weiter schrieb der Italiener: "Ich möchte mich aufrichtig für das entschuldigen, was ich gestern in Frustration während meines Matches gesagt habe. Meine Worte richteten sich nur gegen einige Zuschauer, die ständig husteten und das Spiel störten. Sie waren niemals gegen das chinesische Volk gerichtet."
Musetti: "Es geschah in einem Moment von Stress"
Musetti führte weiter aus: "Es geschah in einem Moment von Stress und Anspannung, aber das ist keine Entschuldigung. Ich erkenne an, dass meine Wortwahl falsch und unangebracht war und die Gefühle vieler chinesischer Fans verletzt hat."
Sportlich hofft Musetti nun, rechtzeitig für das kommende Masters-1000-Turnier in Shanghai wieder fit zu werden. Doch nach den Pfiffen von Peking dürfte er sich auch dort auf einen kritischen Empfang einstellen.
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