US Open 2026: Alexander Zverev peilt zweiten Grand-Slam-Titel an - das sind die gefährlichsten Gegner in New York

Eurosport bei Google

Alexander Zverev betritt Neuland, wenn er gegen Lorenzo Sonego in die US Open startet. Erstmals geht der 29-Jährige bei einem Grand Slam als Nummer eins der Setzliste in den Wettbewerb. Die Aussichten sind gut, dass es klappt mit dem zweiten Major-Titel. Zumal es in Zverevs Hälfte "niemanden" gebe, "der ihm wirklich wehtun kann", wie Greg Rusedski betonte. Es ist dennoch eine gewagte These.

Alexander Zverev hat bei den US Open eine Menge vor

Fotocredit: Imago

Sonego, Halys, Tabilo, Musetti, de Minaur, danach Fritz oder Auger-Aliassime im Halbfinale - geht man den Turnierbaum der US Open durch und nimmt das ATP-Ranking als Grundlage zur Bestimmung der wahrscheinlichsten Gegner, dann ist der Weg von Alexander Zverev ins Finale mindestens machbar.
Der French-Open-Champion könne über die Auslosung "glücklich" sein, befand der ehemalige US-Open-Finalist (1997) Greg Rusedski im Podcast "Off Court". Bis zur "4. Runde oder bis zum Viertelfinale" habe es Zverev äußerst gut getroffen.
Er wäre "sehr überrascht, wenn wir ihn dieses Jahr nicht in noch einem Grand-Slam-Finale sehen würden - mit der Chance, seinen zweiten Major-Titel zu gewinnen", führte Rusedski aus.
Zverev selbst wählte in den Tagen von New York bedächtigere Worte, weiß aber genau um die Größe der Chance, in Flushing Meadows zu reüssieren. "Ich bin gerade so fokussiert auf mein eigenes Spiel, trainiere sehr viel und bin sehr glücklich mit den Fortschritten, die ich gemacht habe seit Cincinnati. Deswegen achte ich da auf die Setzung nicht so", teilte der Weltranglistenzweite mit.

Zverev bei US Open: Musetti der erste Härtetest?

Statistisch gesehen muss er seine wahrscheinlichen Gegner von Runde eins bis drei nicht fürchten. Gegen Lorenzo Sonego (6:0), Quentin Halys (2:0) und Alejandro Tabilo (2:0) hat Zverev alle bisherigen zehn Matches gewonnen - keiner aus dem Trio ist in den Top 20 des ATP-Rankings zu finden.
So könnte der Weg von Alexander Zverev bei den US Open 2026 aussehen

So könnte der Weg von Alexander Zverev bei den US Open 2026 aussehen

Fotocredit: Eurosport

Das dürfte sich im Achtelfinale ändern, sollte mit Lorenzo Musetti die Nummer 13 der Setzliste auf der anderen Seite des Netzes stehen. Die Bilanz gegen den Italiener, der seine Klasse auf Hardcourts mit dem Viertelfinaleinzug bei den US Open 2025 unter Beweis stellte, ist negativ (2:3).
Geht es nach der Setzliste, muss sich Zverev im Viertelfinale gegen Alex de Minaur behaupten - es wäre der erste Top-10-Herausforderer im Turnierverlauf. Der direkte Vergleich spricht mit 8:3 deutlich zugunsten des Hamburgers.

Zverev durchbricht die Negativserie gegen Fritz

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel kommen als Kontrahenten in erster Linie Taylor Fritz und Félix Auger-Aliassime infrage.
picture

Alexander Zverev hat bei den US Open eine Menge vor

Fotocredit: Imago

Ersterer stand 2024 im Finale und erwies sich in der Vergangenheit als extrem harte Nuss für Zverev. Von 16 Duellen entschied der US-Amerikaner zehn für sich, zwischen Wimbledon 2024 und Halle 2026 ging Zverev gar siebenmal in Serie als Verlierer vom Platz. Erst im Juni dieser Saison brach er im Viertelfinale von Wimbledon die Durststrecke.
Auger-Aliassime wiederum hat eine 4:6-Bilanz gegen Zverev, gewann aber die jüngsten beiden Partien im vergangenen Jahr bei den US Open und den ATP Finals.

Finale furioso gegen Alcaraz?

Löst Zverev zum zweiten Mal nach 2020 das Final-Ticket im Billie Jean King National Tennis Center, könnte Showdown mit Carlos Alcaraz kommen. Der Titelverteidiger gab nach mehr als vier Monaten Verletzungspause in der 1. Runde sein Comeback.
picture

Carlos Alcaraz bei den US Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Die klare Botschaft lauetet: Alcaraz ist wieder da! Ohne Satzverlust (6:4, 6:4, 6:4) rang der 23-Jährige zum Auftakt Roman Safiullin nieder. Der direkte Vergleich mit Zverev ist knapp positiv (7:6). Der Deutsche hat ohnehin nicht damit gerechnet, dass Alcaraz nicht mehr der Alte ist.

Zverev: "Sobald Alcaraz da durch ist ..."

"Im ersten oder zweiten Match könnte er noch etwas angerostet sein. Aber sobald er da durch ist, ist er sicherlich ein Titelanwärter. Carlos wird auf dem gleichen, wenn nicht auf einem besseren physischen Level als vorher sein", betonte Zverev kurz vor Turnierbeginn.
Es wäre also kein Wunder, wenn sich am 13. September die Nummer eins und zwei der Setzliste im Endspiel gegenüberstehen würden. Bis dahin liegt aber noch eine Menge Arbeit vor beiden.

Mehr als 2 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung