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Masters in Rom: Notfall auf der Tribüne überschattet Viertelfinale - Zuschauer pfeifen Schiedsrichter aus
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Publiziert 13/05/2022 um 17:06 GMT+2 Uhr
Ein Zwischenfall hat das Viertelfinale beim Masters in Rom zwischen Jannik Sinner und Stefanos Tsitsipas überschattet. Beim Matchball für den Griechen kam es im Foro Italico zu einem medizinischen Notfall. Noch während die Ärzte die Person auf der Tribüne behandelten, wollte Stuhlschiedsrichter Richard Haigh die Begegnung fortsetzen. Die Zuschauer quittierten die Entscheidung mit Pfiffen.
Kontroverse um Schiedsrichter
Fotocredit: Eurosport
Schon während des vorherigen Ballwechsels ertönten laute Rufe und Pfiffe im Stadion - wohl, um auf den Zwischenfall aufmerksam zu machen. Sinner lief nach der Rallye zu Umpire Richard Haigh und deutete mit der rechten Hand auf den Oberrang, wo eine Person offenbar wegen der großen Hitze in der italienischen Hauptstadt zusammengebrochen war.
Der 20 Jahre alte Italiener reagierte umgehend, fragte "Brauchen sie Wasser?", und trug einige Flaschen zur Tribüne, die eine Dame im Anschluss wohl zu der Person brachte. Kurz darauf liefen auch drei Sanitäter zum Oberrang.
Obwohl sich die Mediziner auf den Rängen um den Mann kümmerten, forderte der Schiedsrichter Tsitsipas und Sinner bereits knapp zwei Minuten nach der Unterbrechung zum Weiterspielen auf.
Die Zuschauer quittierten die Entscheidung mit Pfiffen und Buhrufen, wollten offensichtlich verhindern, dass die Begegnung während der Behandlung auf den Zuschauerrängen weitergeführt wird. Tsitsipas unterbrach aufgrund der Störung seine Aufschlagbewegung.
Schiedsrichter Haigh kassiert Pfiffe
Haigh wandte sich verständnislos mit ausgebreiteten Armen an die Zuschauer und verwies darauf, dass sich der Vorfall lediglich im Oberrang zugetragen habe, also nicht im Sichtfeld der Spieler.
"Wir verstehen das. Die Mediziner kümmern sich um die Person. Wir haben medizinisches Personal dort oben, nun spielen wir weiter", erklärte der Brite wenig empathisch.
Daraufhin brandeten erneut laute Pfiffe und Buhrufe auf. Haigh betonte wiederholt, die Person werde versorgt, doch die Zuschauer ließen eine Fortführung des Duells nicht zu. Erst nach mehr als zehn Minuten Behandlung wurde der Mann unter Applaus auf einer Trage aus dem Tennisstadion getragen. Sinner nahm in der Pause auf einem Linienrichterstuhl Platz.
Dass Tsitsipas nach zwölf Minuten Unterbrechung seinen Matchball zum 7:6, 6:2 verwandelte und damit ins Halbfinale gegen Alexander Zverev einzog, wurde so fast zur Nebensache.
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Jannik Sinner
Fotocredit: Getty Images
Tsitsipas und Sinner melden sich zu Wort
Nach dem Match dankte er den Sanitätern, indem er auf die Kameralinse "Red Cross" schrieb. Im Interview mit "Sky" sagte der 23-Jährige, das wichtigste sei, dass es der Person gut gehe.
Sinner erklärte seine schnelle Reaktion: "Ich habe Schreie gehört. Erst dachte ich, dass es eine Schlägerei ist. Dann haben die Schreie aber nicht aufgehört und ich habe begriffen, dass da etwas nicht stimmte. Ich hoffe, der Person geht es gut."
Die ATP reagierte auf Twitter mit einem Post auf den Notfall und schrieb: "Manchmal ist Tennis nicht das, was am meisten zählt."
Über den Gesundheitszustand der Person ist bisher noch nichts bekannt.
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Erst gekämpft, dann souverän: Zverev schlägt Garín im Viertelfinale
Quelle: Perform
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