ATP Rom 2026 - Bleibt Jannik Sinner beim Masters erneut unbezwingbar? Superstar "hat nur eine einzige Schwäche"
Publiziert 12/05/2026 um 16:37 GMT+2 Uhr
Jannik Sinner dominiert seit einigen Monaten die ATP-Tour. Dank vier Masters-Titeln in Folge und der gleichzeitigen Abwesenheit von Dauerrivale Carlos Alcaraz konnte der 24-Jährige seine Führung in der Weltrangliste weiter ausbauen. Arnaud Clément, Australian-Open-Finalist 2001, meint aber dennoch eine Schwachstelle bei Sinner ausgemacht zu haben: die körperliche Fitness in Marathonmatches.
Highlights: Sinner kennt auch mit Popyrin keine Gnade
Quelle: SNTV
"Jannik Sinner hat nur eine einzige Schwäche. Das wird oft erwähnt, weil man ja irgendetwas anführen muss: seine körperliche Belastbarkeit in langen Matches", erklärte Clément gegenüber Eurosport Frankreich.
Der 48-Jährige, der vier ATP-Tour-Einzeltitel gewann, legte nach: "Wenn man sich die Saison ansieht, gewinnt er alles. Aber die Spiele finden aufgrund dieser neuen zwölftägigen Masters-Formate, die viele Ruhetage beinhalten, nicht in einem sehr gleichmäßigen Rhythmus statt."
Zwischen zwei Masters-Turneiren gebe es daher oft vier bis fünf Tage Pause. "Das schmälert seine Leistungen seit Jahresbeginn keineswegs, aber ich wollte das nur einmal hervorheben."
Die Analyse von Clément kann tatsächlich durch einige Statistiken untermauert werden. Sinner gewann laut ATP nur sechs seiner 17 Fünfsatzmatches. Gegen Spieler in den Top 50 ist die Bilanz des Südtirolers sogar noch schlechter (2:10). Zuletzt unterlag Sinner bei den Australian Open im Halbfinale Novak Djokovic (6:3, 3:6, 6:4, 4:6, 4:6).
Sinner kann Siegesserie beim Masters ausbauen
Zum Vergleich: Alcaraz gewann 15 seiner 16 Matches über fünf Sätze. Djokovic kann in seiner langen Karriere ebenfalls auf eine positive Bilanz blicken (41:11).
Die acht längsten Matches seiner Karriere verlor Sinner dagegen allesamt. 2024 im Australian-Open-Finale gewann der 24-Jährige gegen Daniil Medvedev sein letztes Fünfsatzduell.
Bei den Masters-Turnieren ist Sinner dagegen weiter eine Klasse für sich. Die letzten fünf Ausgaben (Paris, Indian Wells, Miami, Monte-Carlo und Madrid) gewann er ausnahmslos.
In Rom könnte er nun im Vorfeld der French Open (ab 24. Mai live bei Eurosport und HBO Max) nachlegen. Gegen den Australier Alexei Popyrin siegte die Nummer eins beim Heim-Masters zuletzt mühelos 6:2, 6:0.
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