Australian Open Melbourne: Novak Djokovic wirft Champion Jannik Sinner raus und steht mit 38 Jahren im Endspiel
Novak Djokovic hat bei den Australian Open das Endspiel erreicht - mit 38 Jahren. Der Rekord-Grand-Slam-Champion aus Serbien rang in einem denkwürdigen Halbfinale von Melbourne Titelverteidiger Jannik Sinner mit 3:6, 6:3, 4:6, 6:4, 6:4 nieder. Im Finale am Sonntag wartet ein Duell mit dem Weltranglistenersten Carlos Alcaraz, der Alexander Zverev in einem epischen Fight über fünf Sätze bezwang.
Novak Djokovic - Jannik Sinner | Halbfinale | Highlights
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"Mir fehlen die Worte. Das fühlt sich surreal an. Das Level an Intensität war unglaublich hoch. Ich wusste, das war der einzige Weg für mich, gegen ihn zu gewinnen", sagte Novak Djokovic mit leuchtenden Augen im On-Court-Interview.
"Das war eine der besten Nächte, wenn nicht die beste, die ich in Sachen Atmosphäre in Australien erlebt habe", schwärmte der 38-Jährige, der ab Montag im ATP-Ranking die neue Nummer drei sein wird.
Mit etwas Verspätung nach dem epochalen Fünfsatz-Fight zwischen Carlos Alcaraz und Alexander Zverev betraten der Titelverteidiger aus Italien und der Rekordturniersieger aus Serbien die Rod Laver Arena.
Den besseren Start erwischte Sinner, der nach nur acht Minuten Spielzeit mit 3:0 vorne lag. Der Südtiroler ließ sich den Vorteil nicht mehr aus der Hand nehmen und schnappte sich - nicht ganz unerwartet - die Satzführung.
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Tränen in der Box: "Absurder" Djokovic verwandelt Matchball
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Ein Durchmarsch wurde es aber nicht für den Vorjahressieger, im Gegenteil: Djokovic blieb dran, setzte mit seinem ersten Break (3:1) den entscheidenden Nadelstich im zweiten Durchgang.
Djokovic macht Satzrückstand gegen Sinner wett
Nach knapp eineinhalb Stunden Spielzeit war das Halbfinale beim Stand von 1:1 wieder komplett offen. "Ich bin überrascht über die starke Form von Novak", staunte Eurosport-Experte Boris Becker, der den Superstar von 2013 bis 2016 coachte.
Sinner leistete sich dagegen ungewohnte Schwächen, war angreifbar vom Service und tat sich extrem schwer.
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Djokovic exklusiv nach Finaleinzug: "Größter Sieg der vergangenen Jahre"
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Allerdings gelang es dem 24-Jährigen, sein Aufschlagspiel zu halten und ihm perfekten Moment zuzuschlagen. Bei 5:4 schaffte der Titelverteidiger das Break und sicherte sich damit die erneute Satzführung.
Becker spricht von "Mentalitätsmonster" Djokovic
Djokovic aber hatte sein Pulver noch nicht verschossen, breakte Sinner zu Beginn des vierten Satzes zum 1:0. Es war beeindruckend, wie fit der Routinier sich präsentierte und seinen Herausforderer mit seiner Klasse und Erfahrung unter Druck setzte.
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"Ganz zauberhaft gespielt!" Sinner kontert Djokovic aus
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Mehr noch: Der zehnmalige Melbourne-Champion zwang den Südtiroler in den fünften Satz. "Novak macht das hervorragend, ein Jannik macht sich Frust breit", befand Becker. "Es gibt ein Wort, das in den vergangenen Jahren in die Tennis-Szene kam: Mentalitätsmonster. Es war Djokovic, der das definiert hat. Dass ein 38-Jähriger gegen den 14 Jahre jüngeren Titelverteidiger in den fünften Satz kommt, ist eine Sensation."
Krimi im fünften Satz: Djokovic nutzt dritten Matchball
Es ging dramatisch weiter. Djokovic wehrte im letzten Durchgang sage und schreibe acht Breakbälle ab und hielt sein Service über den gesamten Satz.
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"Was passiert denn hier?!" Djokovic spielt Sinner aus - und macht das Break
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Die Entscheidung fiel im siebten Spiel, als Djokovic seine einzige Breakmöglichkeit im fünften Satz zum 4:3 gelang. Nach 4:09 Stunden nutzte der Routinier bei eigenem Aufschlag seinen dritten Matchball.
Elftes Melbourne-Finale für Djokovic - jetzt wartet Alcaraz
Damit steht der Ausnahmespieler aus Belgrad zum elften Mal in seiner Karriere im Endspiel des sogenannten Happy Slams.
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"Surreal": Angefasster Djokovic ringt nach Worten
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Alle bisherigen zehn Finals in Melbourne gewann Djokovic. Eine Serie, die er am Sonntag (ab 9:30 Uhr MEZ live im TV bei Eurosport 1, im Stream bei HBO Max) im Duell mit dem Weltranglistenersten Carlos Alcaraz fortsetzen möchte.
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"10 von 10 - so perfekt ist er!" Becker adelt Sinner
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Ergebnisse
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