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Dorothea Wierer stellt sich vor Jannik Sinner und poltert in Doping-Fall gegen WADA: "Alles sehr undurchsichtig"
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Publiziert 12/10/2024 um 19:37 GMT+2 Uhr
Biathlon-Star Dorothea Wierer hat sich in einem Interview mit dem italienischen Medium "SportNews.bz" zum Doping-Fall von Jannik Sinner geäußert und scharfe Kritik an der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) geübt. "Das ist eine sehr seltsame Situation, die durchaus nachdenklich stimmt. Nach alledem was vorgefallen ist, kann ich der WADA im Augenblick nicht richtig vertrauen", polterte die Italienerin.
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Quelle: SNTV
"Diese Organisationen üben eine enorme Macht aus, handeln in meinen Augen teilweise undurchsichtig", kritisierte die 34-Jährige weiter: "Irgendwie hat man das Gefühl, es kann jeden von uns treffen, egal wie rigoros wir uns an Richtlinien und Vorgaben halten."
Zudem äußerte sie eine eigene Theorie, wieso die WADA im Fall Sinner Einspruch gegen die ursprüngliche Entscheidung der internationalen Tennis-Integritäts-Agentur (ITIA) eingelegt hatte.
"Ich kann mir vorstellen, dass es mitunter daran lag, dass sich viele aktive und ehemalige Sportler in dieser Causa zu Wort gemeldet haben und das Thema dadurch sehr hochgekocht wurde", sagte die viermalige Gewinnerin von WM-Gold.
"Es wurden Vergleiche zu anderen Dopingfällen gezogen. Vielleicht hat das die WADA auf den Plan gerufen, aber im Grunde bleibt das für mich alles sehr undurchsichtig", erklärte sie weiter.
"Der Leidtragende ist Jannik"
Schließlich legte sie den Fokus zurück auf ihren Landsmann Sinner und zeigte Mitgefühl mit dessen Situation: "Der Leidtragende ist Jannik, der mit dieser großen Ungewissheit umgehen muss."
Ende August war bekannt geworden, dass der 23-Jährige, der das Jahr 2024 auf Platz eins der ATP-Weltrangliste beenden wird, rund um das Masters-Turnier in Indian Wells zweimal positiv auf die verbotene Substanz Clostebol getestet, aber nicht gesperrt wurde. Der Fall hatte seitdem die Tennis-Welt gespalten.
Gegenwärtig spielt der Italiener beim 1000er-Event in Shanghai, wo ihm durch einen Sieg gegen Tomas Machac (6:4, 7:5) der Einzug ins Finale gegen Novak Djokovic (Sonntag im Liveticker) gelang.
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