Tennis-Legende Thomas Muster äußert sich zur Dopingthematik um Jannik Sinner - "Wo sind die Grenzen erreicht?"

Jannik Sinner hat die Debatten über ein mögliches Dopingvergehen noch immer nicht hinter sich lassen können. Der Fall schien schon ad acta gelegt, da erhob die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Einspruch gegen den Freispruch der International Tennis Integrity Agency (ITIA). Für den ehemaligen French-Open-Sieger Thomas Muster ist die Sache kompliziert - obwohl er Sinners Erklärung für plausibel hält.

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Quelle: SNTV

Sinner war im März positiv auf die verbotene Substanz Clostebol getestet, wegen einer glaubwürdigen Erklärung aber schnell freigesprochen worden. Gegen eben diesen Freispruch der ITIA legte die WADA Ende September Einspruch ein.
Für die österreichische Tennis-Legende Thomas Muster ist es "ein schwieriges Thema”, wie er im Gespräch mit "Der Standard" zu Protokoll gab.
Für den 56-Jährigen gibt es dabei zwei Seiten der Medaille. “Ich würde ihm nie unterstellen, vorsätzlich gehandelt zu haben. Ich war nicht dabei, seine Interpretation klingt plausibel", erklärte Muster einerseits.
"Die andere Geschichte ist die: Wenn du diese Dinge durchgehen lässt, öffnest du Tür und Tor. Wo fangen wir an? Wo hören wir auf? Wo sind Grenzen erreicht? Wo nicht?", fragte der French-Open-Sieger von 1995.

Muster fordert "null Toleranz"

Der "sympathische Spieler Sinner" tue ihm zwar leid, jedoch müsse auch weiterhin eine Gleichbehandlung aller Athleten stattfinden.
"Gleich und gleicher funktioniert nicht. Es muss null Toleranz geben, sonst musst du Doping gleich legalisieren. Das wäre nicht sinnvoll", betonte Muster - es bleibt eine komplizierte Angelegenheit.
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Quelle: SNTV


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