Weindorfer war spürbar verstimmt. "Natürlich bin sauer", sagte der Turnierdirektor des ATP-Rasenevents in Stuttgart. Die Neuigkeiten, die der erfahrene Tennismanager kurz zuvor aus Paris gehört hatte, passten ihm nicht in den Kram. Die French Open sollen nun plötzlich vom 30. Mai bis 13. Juni 2021 stattfinden, eine Woche später als ursprünglich geplant. Ein Termin, der mit dem Turnier auf dem Weissenhof kollidiert.
"Es ist ein Alleingang von Roland Garros", sagte Weindorfer dem "SID": "Wir werden uns aber nicht der Woche berauben lassen." Man wolle am geplanten Zeitraum vom 7. bis 13. Juni festhalten und glaube weiterhin an ein starkes Teilnehmerfeld. Der geplante Auftritt von Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev kann aber noch platzen.
Zuvor hatte der veranstaltende französische Tennisverband FFT am Donnerstagmorgen offiziell bestätigt, dass das Sandplatz-Highlight nicht wie geplant vom 23. Mai bis zum 6. Juni ausgetragen wird.
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Dem Ziel "vor einer größtmöglichen Anzahl von Fans" zu spielen, "während gleichzeitig Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden", könne man so näher kommen. Frankreich befindet sich aufgrund hoher Inzidenzzahlen aktuell seit Anfang April im Lockdown, der planmäßig Anfang Mai enden soll.

Federer und Murray könnten in Stuttgart aufschlagen

Im vergangenen Jahr waren die French Open um vier Monate auf September verschoben worden. Damals waren in Paris lediglich 1000 Zuschauer pro Tag auf der Anlage zugelassen. Die Veranstalter ernteten für ihren Schachzug viel Kritik, weil er offenbar nicht abgestimmt war.
In diesem Jahr hat Paris zumindest die weiteren Grand Slams ins Boot geholt. "Diese Entscheidung wurde mit dem Grand-Slam-Ausschuss besprochen und wird angesichts der außergewöhnlichen Umstände von den Australian Open, Wimbledon und den US Open voll unterstützt", teilten die Ausrichter der übrigen drei Major-Turniere mit. Zwischen den French Open und Wimbledon (ab 28. Juni) liegen nun nur noch zwei Wochen.
Stuttgart war dabei eigentlich top platziert als Partner von Wimbledon. Und Weindorfer bleibt auch trotz der neuen Unwägbarkeiten optimistisch. Stars, die in Paris vor dem Viertelfinale ausscheiden, könnten theoretisch noch im Schwabenland aufschlagen. Er wolle nun mit den Turnierpartnern und der ATP in den kommenden 48 Stunden die neue Situation besprechen und dann eine endgültige Entscheidung treffen.
Es gelte, bei der Zusammenstellung des Starterfelds insgesamt möglichst flexibel reagieren zu können. "Wir müssen in der Pandemie kurzfristig reagieren", sagte Weindorfer. Möglich ist ja auch, dass beispielsweise Roger Federer oder Andy Murray der Abstand zwischen den Grand Slams zu kurz ist und sie sich zur Vorbereitung auf Wimbledon für Stuttgart entscheiden.
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(SID)

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