Dominic Thiem: Ex-US-Open-Champion erklärt Saison nach Pleite in Wien gegen Daniil Medvedev für beendet

Dominic Thiem muss weiter auf eine Rückkehr in die Top 100 der Weltrangliste warten. Der Lokalmatador unterlag dem topgesetzten Daniil Medvedev am Donnerstag im Achtelfinale des ATP-Turniers in Wien 3:6, 3:6. Für den 29-Jährigen war es das letzte Tour-Match im Jahr 2022. Das gab Thiem etwas überraschend in der anschließenden Pressekonferenz bekannt.

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Thiems Formkurve hatte jüngst wieder nach oben gezeigt. Nach einem enttäuschenden Erstrunden-Aus bei den US Open Anfang September erreichte der Österreicher das Finale beim Challenger-Turnier in Rennes und stand in Gijon und Antwerpen jeweils im Halbfinale.
In Wien war dagegen bereits im zweiten Match Schluss. Tommy Paul, die Nummer 31 der Welt, hatte Thiem in der ersten Runde noch nach Satzrückstand geschlagen, Medvedev war nun aber eine Nummer zu groß.
"Die ersten sieben, acht Games waren richtig, richtig gut", erklärte Thiem im Anschluss im Interview mit "Servus TV". Bis zum Stand von 3:5 aus Sicht des Österreichers sei es ein ausgeglichenes Match gewesen, danach habe der US-Open-Sieger von 2020 das Niveau des Weltranglistenvierten nicht mehr halten können.
Medvedev trifft im Viertelfinale nun auf Jannik Sinner, der Francisco Cerúndolo in zwei Sätzen bezwang (7:5, 6:3).

Thiem erklärt Saison 2022 für beendet

Durch die Niederlage hat Thiem sein selbst erklärtes Ziel, die Rückkehr in die Top 100 der Welt, einmal mehr knapp verpasst. Im Jahr 2022 wird sich daran auch nichts mehr ändern, wie der 29-Jährige in der Pressekonferenz nach dem Match bekannt gab.
"Wir haben entschieden, dass ich den Fokus voll auf die Vorbereitung lege", sagte Thiem und erklärte damit seine Saison für beendet.
Zuvor hatte im Raum gestanden, dass Thiem bei einem frühen Ausscheiden in Wien die Qualifikation für das Masters in Paris-Bercy spielen könnte. Am Mittwoch hatte der Österreicher eine Wildcard für die Vorausscheidung des 1000er Turniers erhalten.
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Thiem bekommt gute Nachrichten von der ATP

Der Grund für Thiems Umdenken? Gute Nachrichten von der ATP. Anders als zuvor kommuniziert, bekommt der ehemalige Top-Ten-Spieler nämlich statt 25 doch die vollen 45 Punkte für seinen Achtelfinal-Einzug angerechnet.
Wie die Spielervereinigung in einer Mail gegenüber tennisnet.com klarstellte, ist der Grund dafür, dass die null Punkte vom Masters in Indian Wells aus Thiems Wertung genommen werden und er deshalb in Wien voll anschreiben kann.
Wie das "ORF" erläutert, liegt das an einer Regelung des "Protected-Rankings" für Spieler, die nach einer langen Verletzung zurückkommen. Demnach können besagte Spieler eine Nullwertung bei einem sonst zwingend im persönlichen Punkteguthaben bleibenden Turnier später durch ein anderes Ergebnis ersetzen.

Thiem: "Es war doch anstrengend in den letzten Wochen"

Damit hat Thiem nun 550 Zähler auf seinem Weltranglisten-Konto, was ihm die Qualifikation für die Australian Open im Januar 2023 sichern dürfte. "Ich werde auf 100, 101 oder 102 abschließen. Es sollte sich unter normalen Umständen ausgehen", so der Österreicher. Die 104 bestplatzierten Profis stehen bei einem Grand Slam fix im Turnier-Hauptfeld.
Thiem kommt das gelegen. "Es war doch anstrengend in den letzten Wochen", sagte er im Hinblick auf das dichte Programm.
Nun stehen erst einmal zwei Wochen Urlaub auf dem Programm, ehe sich Thiem Mitte November der Vorbereitung auf die neue Saison widmen wird.
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