Andy Murray rastet bei Erstrundenniederlage in Winston-Salem aus

Andy Murray ist kein Unbekannter, wenn es um lautstarke Ausraster auf dem Tennis-Platz geht, so auch bei seiner Erstrundenniederlage beim ATP-Turnier in Winston-Salem gegen Tennys Sandgren (6:7 (8:10), 5:7). Dabei kritisierte der Brite sein eigenes Team: "Niemand sagt etwas, wenn etwas falsch läuft, niemals. Alles ist immer f***ing perfekt. Das halte ich nicht aus. Ein verdammter Witz ist das."

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Hinterher äußerte sich Murray in Winston-Salem trotz Niederlage ruhiger und zeigte sich mit seiner Leistung und der ansteigenden Formkurve zufrieden. "Ich glaube, hier waren gute Ansätze dabei", meinte der 32-Jährige unter anderem bei der "BBC".
Doch die Tennis-Welt darf sich wohl weiterhin für Murray-Ausraster wappnen, wie der Brite schon in der Vorwoche beim ATP Masters in Cincinnati erklärt hatte. "Ich bekomme immer noch Probleme, wenn ich mich auch dem Court schlecht verhalte. Ich konnte mich einfach nie wirklich benehmen."

Murray von Großmutter fürs Fluchen bestraft

Dabei berichtete Murray auch von einer Anekdote aus seiner Jugend. Seine Mutter und Großmutter hatten ihn vor vielen Jahren bei einem Turnier in Tschechien besucht. Der damals 14-Jährige fluchte auf dem Platz aber derart heftig, dass ihn seine Großmutter mit Nichtbeachtung strafte.
"Sie hat danach drei Monate nicht mehr mit mir gesprochen", erzählte Murray. Er könne sich daran noch sehr gut erinnern, "weil ich meine Gran sehr liebe, sie ist die Beste, und deshalb war ich echt am Boden." Allerdings fügte der zweifache Olympiasieger auch an:
Für die nahe Zukunft denkt Murray nach seinen zwei Erstrundenniederlagen in Folge nun aber erst einmal darüber nach, auf die Challenger Tour zu wechseln, um Spielpraxis zu sammeln. "Vielleicht muss ich ein Level tiefer spielen, um ein paar Matches zu bekommen und mein Spiel ein wenig aufzubauen, bevor ich wieder auf der großen Tour spiele", meinte der ehemalige Wimbledon-Champion.
Ausraster wie in Winston-Salem dürften nach den Aussagen von Murray aber auch da nicht ausgeschlossen zu sein.
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