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Joker: Mit Spaß zum Erfolg
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Publiziert 22/11/2010 um 00:21 GMT+1 Uhr
Novak Djokovic hat beim World-Tour-Finale in London Großes vor: "Es ist das wichtigste Turnier. Der Höhepunkt der Saison. Einfach die Krönung", so der 23-jährige Serbe. Nach dem Sieg beim Masters-Cup 2008 und dem Vorrunden-Aus im letzten Jahr will der Weltranglisten-Dritte mindestens ins Halbfinale.
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"Ich bin das vierte Mal hintereinander beim Saisonabschluss der besten Acht dabei", so Djokovic. "Darauf kann ich stolz sein. Und ich will weiterkommen als im vergangenen Jahr - also mindestens ins Halbfinale."
Das ist nicht abwegig, denn mit dem Australian-Open-Sieger von 2008 ist immer zu rechnen. An einem Tag schlägt er Roger Federer, um am anderen gegen einen Spieler aus den Top 50 zu verlieren. Die Konstanz geht dem Serben ein wenig ab.
So ist das Tennis-Jahr 2010 beim Belgrader geprägt von Höhen und Tiefen. Bei den Australian Open verlor er bereits im Viertelfinale gegen Jo-Wilfried Tsonga, daraufhin konnte "Nole" dann in Dubai seine erste Titelverteidigung auf der ATP Tour verzeichnen.
Berg- und Talfahrt
"Die ersten sechs Monate habe ich nicht mein bestes Tennis gespielt. Unwesentliche Dinge haben mich abgelenkt", blickt Djokovic selbstkritisch zurück. "Dazu kamen noch gesundheitliche Probleme, so dass ich nicht vollends auf der Höhe war. Darüber habe ich mehr nachgedacht, als über mein Spiel."
Die Achterbahnfahrt des Serben war aber damit nicht beendet, sondern zog sich durchs ganze Jahr. Einem starken Auftritt folgte wieder ein schwächerer. "Die zweite Jahreshälfte war dann vielversprechender", so der Serbe. "In Wimbledon stand ich im Halbfinale und bei den US Open im Finale."
"Nole" will die Großen ärgern
Dass er Federer und Rafael Nadal Paroli bieten kann bewies er im Halbfinale von Flushing Meadows, als er den Schweizer mit 5:7, 6:1, 5:7, 6:2 und 7:5 schlug und sich erst im Endspiel in vier Sätzen gegen Nadal geschlagen geben musste.
Was einen Djokovic aber so beliebt macht im Tennis-Zirkus, sind seine satirischen Show-Einlagen. Jeder Tennis-Fan kennt seine unnachahmlichen Imitationen von Maria Scharapowa, Nadal oder John McEnroe.
"Diese Spontanität brauche ich"
Das lieben die Fans am serbischen Spaßvogel, der immer wieder für eine Überraschung gut ist, so wie zuletzt beim Masters in Paris-Bercy, als er mit einem aufgeklebten Riesenschnauzer auf den Court lief.
"Alle unterscheiden sich durch etwas, jeder ist anders. Logischerweise will ich mein Leben genießen, auf und neben dem Platz" so der "Joker". "Ich genieße es, mich mit den Fans auszutauschen. Jemanden einfach zu imitieren, wenn es mir in den Sinn kommt. Diese Spontanität brauche ich." Diese Leichtigkeit und der Spaß beim Tennis gepaart mit ein wenig Kaltschnäuzigkeit machen Djokovic einzigartig, aber auch unberechenbar. Der Oktober verspricht Gutes: Der Turniersieg in Peking und die Finalniederlage in Basel lassen aufhorchen.
"Ich bin wieder selbstbewusster und will die zuletzt gezeigte Form nicht verlieren, sondern halten", rechnet sich "Nole" gute Chancen beim World-Tour-Finale aus. Getreu dem Motto: Mit Spaß zum Erfolg.
TV-Tipp:
Das Duell der Besten: Verfolgen Sie am 21. Dezember (20:30) und 22. Dezember (19:00) die beiden Benefiz-Matches zwischen Rafael Nadal und Roger Federer live im TV bei Eurosport und online im Eurosport Player!
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