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Exklusiv | Becker warnt Zverev: "Die Umkleidekabine schläft nicht!"

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Alexander Zverev vor dem ATP-Finals

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Laure
09/11/2019 Am 10:56 | Update 09/11/2019 Am 10:56

Alexander Zverev hat eine wechselhafte Saison hinter sich, einen großen Titel konnte der 22-Jährige noch nicht gewinnen. Der sechsmalige Grand-Slam-Turniersieger Boris Becker legt im Eurosport-Interview den Finger in die Wunde und erklärt, was Deutschlands Nummer eins jetzt ändern muss. Gleichwohl habe Zverev kein schlechtes Jahr hinter sich, es handele sich vielmehr um "Leiden auf hohem Niveau".

Ein Titel beim "kleinen" 250er-Turnier in Genf, zwei Finalteilnahmen in Acapulco und Schanghai, überschaubare Ergebnisse bei den Grand-Slam-Wettbewerben - der erhoffte große Durchbruch ist Alexander Zverev in dieser Saison nicht gelungen. "Ich würde es als Jahr der Konsolidierung, der Bestätigung der Erfolge sehen", urteilt Becker, der Zverev bestens kennt, im Gespräch mit Eurosport.

Rein statistisch sei alles im grünen Bereich. "Alex hat das vergangene Jahr auf Rang drei beendet. Wenn er die ATP Finals gewinnt, wird er diese Saison als Nummer fünf oder sechs beenden. Man könnte sagen: Ende gut, alles gut", so Becker, der aber auch eine klare Steigerung einfordert:

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Alex muss kapieren, dass er sich verbessern muss. Die Umkleidekabine schläft nicht. Er ist mit seinem ersten Aufschlag und seinem Powerspiel in die Weltspitze gekommen, aber die Gegner haben sich daran gewöhnt. Alex muss neue Elemente entwickeln.

Gerade im Angriffsspiel könne sich der aktuelle Weltranglistensiebte verbessern. "Vielleicht muss er ein wenig seine Position auf dem Platz verändern. Er spielt noch häufig sehr lange Rallies, was für einen Spieler mit fast zwei Metern Körpergröße schwerer ist als für jemanden, der 1,85 m groß ist."

Becker exklusiv vor ATP Finals: Das muss Zverev jetzt ändern

00:02:34

Zverev, lobt Becker, spiele "unglaubliche Winkel" und habe die "meiste Power aller Spieler im Herrentennis, wenn er den Ball trifft". Diese Vorteile gelte es in Zukunft noch besser umzusetzen. "Er hat 2019 den großen Wurf nicht geschafft. Alex muss nächstes Jahr in ein Halbfinale oder Finale bei einem Grand-Slam-Turnier. So gut ist er. Das muss sein Anspruch sein - und das ist auch sein Ziel."

Becker traut Zverev Titelverteidigung bei ATP Finals zu

Bei den ATP Finals in London, wo ab 10. November die besten achte Spieler der Saison den inoffiziellen Weltmeister ausspielen, kämpft Zverev nun darum, die Saison doch noch mit einem großen Titel zu krönen.

Becker traut ihm die Titelverteidigung grundsätzlich zu. "Ja, das kann er schaffen. Das Wichtigste für Alex war aber die Qualifikation, um wieder zu den besten acht Spielern der Welt zu gehören." London berge aber zweifelsohne eine große Chance für Zverev: "Er kann jetzt noch aus einem guten Jahr ein sehr gutes machen..."

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