Das abgelehnte Visum könnte Novak Djokovic teuer zu stehen kommen: "Wenn er aus Australien abgeschoben wird, besteht die Möglichkeit, dass er für drei Jahre ausgeschlossen wird." Dies erklärte Mary Crooke, Professorin für offentliches Recht an der University of Sydney gegenüber der australischen Nachrichtenseite "NCA NewsWire".
Zum Hintergrund: Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Visum des Serben ungültig ist. Die australischen Grenzbehörden ließen den 34-Jährigen daraufhin nicht einreisen. Durch eine einstweilige Verfügung darf Djokovic nun aber laut "The Sydney Morning Herald" bis Montag in Melbourne bleiben.
Die Konsequenzen dieses Vorfalls könnte nun wohl größer sein, als zunächst erwartet wurde. Laut Crooke sei nun auch die Einreise in andere Länder gefährdet:
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"Wenn ein Visum annulliert wurde, hat das sehr lange Folgen – sowohl für Australien als auch für jedes andere Land, in das er einreist, weil man immer gefragt wird, "wurden Sie abgeschoben oder ausgeschlossen"?"

Rechtsexpertin zum Fall Djokovic: "Schwierige Entscheidung"

Auch der Premierminister schaltet sich ein

Die 34-jährige Professorin schreibt dem Serben schlechte Chancen im Prozess um seinen Aufenthalt zu: "Er muss nachweisen, dass die Stornierung seines Visums rechtlich falsch war. Aktuell sieht es aber eher so aus, als würde alles zugunsten der Regierung Australiens laufen." Für das Verhalten des zwanzigfachen Grand-Slam-Sieger zeigt die Juristen kein Verständnis: "Er hat nicht das Recht, wegen irgendetwas Berufung einzulegen – er kann nicht sagen: Ich bin der beste Tennisspieler, lass mich rein."
Derweil melden sich auch hochrangige Politiker zu Wort. Greg Hunt, Australiens Gesundheitsminister, betätigte gegenüber der "Morning Show", dass Djokovic die notwendigen Nachweise nicht erbracht habe: Auf Grund fehlender Nachweise einer Erfüllung der Einreisebestimmung sei "das Visum anschließend storniert" worden.
Die Wellen, welche die Causa Djokovic seit seiner Ankunft in Melbourne schlagen, sind immens: Auch Australiens Premierminister Scott Morrison äußerte sich schon zum Fall via Twitter - und rechtfertigt die Ablehnung des Serben:
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