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Rekord-Match in Melbourne
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Publiziert 20/01/2008 um 11:40 GMT+1 Uhr
Diese "Night Session" wurde zur "Breakfast Party": Lleyton Hewitt und Marcos Baghdatis mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag bis halb fünf auf dem Tennis-Platz stehen. Baghdatis hat nach der Niederlage Zeit auszuruhen, Hewitt jedoch wird nun auf de
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Fotocredit: Eurosport
4:33 Uhr. Zu dieser Uhrzeit hatten es die beiden Kontrahenten geschafft und durften endlich schlafen gehen. Gut, der Sieger hieß Hewitt, aber: Das eigentliche Highlight dieses denkwürdigen Morgens in Melbourne war der neue Rekord, den die beiden Tennis-Cracks mit ihrem Marathon-Match aufgestellt haben. Nie zuvor war eine Partie in der Geschichte des Grand Slam später zu Ende gegangen. Bisherige Spitzenreiter waren die Nachtschwärmer Andreas Seppi aus Italien und der US-Amerikaner Bobby Reynolds, die 2007 an selber Stelle beim Sieg Seppis exakt 59 Minuten früher ins Bett gehen durften. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", meinte der australische Late-Night-Spieler nach der Partie. "Ich hätte das Match schon im vierten Satz entscheiden sollen, aber ich wollte offenbar den Rekord verbessern."
That's Tennis. Aber wahrscheinlich liegt das eher daran, dass sich in keiner anderen Sportart die Protagonisten eine derart unverschämte Arbeitszeit von einem Veranstalter aufzwingen lassen würden. Beim "Happy Slam" (Roger Federer) ist eben alles möglich. Oder könnten Sie sich einen Tiger Woods beim "Moonshine Golf" vorstellen?
Insgesamt war es eine Nacht der Superlative. Alle Beteiligten gaben Alles. Zum Beispiel die Zuschauer, die offenbar nicht allesamt eingeschlafen sind. Ob es kostenlosen Kaffee für die "Nachtwächter" auf der Tribüne gab? Weiß man nicht. Wurden Kissen oder Decken angeboten? Unbekannt. Fest steht: Hewitt holte sich nach seinem Erfolg den wohlverdiente Applaus ab.
Auch die Organisatoren, die aufgrund der wetterbedingten Absagen an jenem Spieltag kalte Füße, aber offenbar kein Gewissensbisse bekommen haben und ihren Not-Spielplan auf Biegen und Brechen durchziehen wollten, verdienen besondere Erwähnung. Nach dem Motto "Der frühe Spieler fängt die Trophäe" mussten der Australier und der Zyprer gleich in zweierlei Hinsicht Standvermögen beweisen. Denn beim 4:6, 7:5, 7:5, 6:7 (4:7), 6:3 dürften nicht nur die Kräfte der Akteure gelitten haben, sondern auch der Biorhythmus. Baghdatis freilich kann es mittlerweile egal sein. Er hat auf dem Rückflug in Richtung Heimat genug Zeit, sich ausruhen. Aber Hewitt? Der steht im Achtelfinale. Und trifft dort nun auf - verzeihung - einen wesentlich ausgeschlafeneren Novak Djokovic.
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