Tiefschlag! Aus für Petkovic

Bitterer Saisonstart: Andrea Petkovic hat sich beim Auftaktspiel des Hopman Cup in Perth einen Riss des Innenmeniskus im rechten Knie zugezogen und wird nicht an den Australian Open (14. - 27. Januar) teilnehmen können. Auf einer Pressekonferenz erklärte sie, dass sie mindestens vier Wochen pausieren müsse: "Wenn sie den Meniskus wieder zusammennähen müssen, dauert es sogar zwei bis drei Monate."

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Die Darmstädterin hatte zuvor nach einer Kernspinuntersuchung via Twitter mitgeteilt:
"Es ist ein Riss des Meniskus, so schnell es geht zurück nach Deutschland für eine Arthroskopie. Erleichtert, dass es nicht wieder das ACL (vorderes Kreuzband, d. Red.) war."
Einen Kreuzbandriss hatte Petkovic im selben Knie im Jahr 2008 erlitten.
Anschluss ans Seuchenjahr 2012
Petkovic hatte gegen die Australierin Ashleigh Barty beim Stand von 6:4 unter Tränen aufgegeben. Für die ehemalige Nummer neun der Welt ist die Knieverletzung ein neuerlicher Rückschlag im Seuchenjahr 2012. Im Januar hatte sie nach dem Turnier in Brisbane über Rückenprobleme geklagt, eine Untersuchung ergab einen Ermüdungsbruch im Iliosakralgelenk.
Bereits im dritten Match nach ihrem Comeback rissen bei Petkovic im April beim WTA-Turnier in Stuttgart die Bänder im rechten Sprunggelenk. Es folgte das Aus für die French Open, Wimbledon und Olympia in London. Insgesamt sieben Monate musste sie während der zurückliegenden Saison pausieren.
Wer wird eingeflogen?
Beim Hopman Cup, der inoffiziellen Mixed-WM, wollte Petkovic gemeinsam mit Tommy Haas mit einem Erfolg in die neue Saison starten. Der 34-jährige Haas hatte das erste Einzel gegen Bernard Tomic im Auftaktduell gegen Gastgeber Australien mit 6:7 (6:8), 6:3, 5:7 verloren. Nach Petkovic' Aufgabe wurde die Begegnung 3:0 für Australien gewertet.
Turnierdirektor Steve Ayles sagte, man werde versuchen, eine Ersatzspielerin einfliegen zu lassen. Am Mittwoch steht das nächste Match gegen Italien auf dem Programm.
Rittner setzt auf Petkovic
Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist von einem Comeback des Tennis-Stars überzeugt. "Ich bin erleichtert, dass es nicht wieder das Kreuzband ist. Aber auch eine Meniskus-Operation braucht ihre Zeit", sagte Rittner: "Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass sie zurückkommt."
Je nach Art des Meniskusrisses hofft Rittner nun auf ein mögliches Comeback im März. Damit verpasst Petkovic voraussichtlich auch die Erstrundenpartie der Weltgruppe II im Fed Cup gegen Frankreich (9. bis 10. Februar). "Das ist natürlich traurig. Sie wird uns absolut fehlen, denn sie ist ein echter Teamleader", sagte Rittner. Sie hofft, dass Petkovic angesichts der nicht ganz so schweren Verletzung "ruhig bleibt und nicht den Kopf in den Sand steckt".
Dass Petkovic ihr Comeback auf der Tennis-Bühne zu früh forciert haben könnte, wies Rittner zurück. "Sie hat dazugelernt. Sie hat das Training langsam aufgebaut und war muskulär topfit", sagte die 39-Jährige, fügte aber hinzu: "Das Knie hat immer mal wieder gezwickt, vielleicht hätte man das früher beheben müssen."
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