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Australian Open 2017 - Federer triumphiert im Schweizer Fünfsatz-Drama gegen Wawrinka

Federer triumphiert in Fünfsatz-Drama gegen Wawrinka

26/01/2017 um 12:55Aktualisiert 26/01/2017 um 15:43

Roger Federer hat das Finale der Australian Open erreicht. Im Schweizer Halbfinal-Duell setzte sich der 35-Jährige mit 7:5, 6:3, 1:6, 4:6 und 6:3 gegen Stan Wawrinka durch. Im Endspiel trifft der 17-fache Grand-Slam-Turniersieger nun auf den Sieger der Partie zwischen Rafael Nadal und Grigor Dimitrov. "In meinen wildesten Träumen hätte nicht erwartet, ins Endspiel zu kommen", so Federer.

Federer erklärte, dass er sich von Beginn an "gut gefühlt" habe. "Ich kam toll ins Match. Im dritten Satz habe ich nicht mehr so gut serviert,

dann dreht sich so ein Match ruckzuck", so der Baseler. "Im vierten Satz hatte ich meinen Rhythmus auch noch nicht gefunden. ich war nervös und dann ist es schwer, im fünften Satz wieder gutes Tennis zu spielen. Aber mir war bewusst, dass ich kämpfen und in der Partie drinbleiben muss", erklärte der vierfache Melbourne-Champion.

Federer bot in der Rod Laver Arena zunächst eine grandiose Vorstellung. Der vierfache Turniersieger entschied den hart umkämpften ersten Satz mit 7:5 für sich und hatte das Match in der Folge klar im Griff.

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"Roger sah verdammt gut aus. Mit seinen kurzen Volleys und dem Rückhand-Slice hat er Stan um den Platz geschickt", urteilte Eurosport-Experte Boris Becker nach dem zweiten Satz. Wawrinka war phasenweise angefressen und ließ seine Wut schließlich am Schläger aus, den er beherzt in zwei Teile zerbrach.

Es schien die richtige Maßnahme gewesen zu sein, denn das Blatt wendete sich. Die Fehlerquote beim Rekord-Grand-Slam-Champion nahm zu, Wawrinka war trotz einer Verletzungspause nun Herr im Hause und setzte mit dem 6:1 im dritten Satz ein dickes Ausrufezeichen. Und auch im vierten Durchgang hatte der 31-Jährige im entscheidenden Momenten die besseren Argumente. Im neunten Spiel gelang Wawrinka das Break zum 5:4, dem er den Satzausgleich folgen ließ.

"Es fühlt sich unfassbar an"

Die Vorentscheidung fiel im sechsten Spiel des fünften Satzes, als Federer das Break zum 4:2 gelang. Nach drei Stunden und fünf Minuten verwandelte der Superstar seinen ersten Matchball und steht damit zum 28. Mal im Endspiel eines Grand-Slam-Turniers. "Es fühlt sich unfassbar an, ich hätte nicht in meinen wildesten Träumen erwartet, hier ins Endspiel zu kommen", gab Federer zu.