Roger Federer enthüllt bitterste Niederlage: US-Open-Finale 2009 gegen Del Potro "hätte ich nicht verlieren dürfen"

Roger Federer hat in einem ausführlichen Gespräch mit dem "Tages-Anzeiger" auf seine einzigartige Karriere zurückgeblickt - und erstmals enthüllt, welches Match er am liebsten noch einmal bestreiten würde. "Das US-Open-Finale 2009 gegen Juan Martin del Potro“, antwortet Federer, als er gefragt wird, welches Match er gerne erneut spielen würde. Jene Niederlage blieb für den Schweizer unvergessen.

Roger Federer 2009 im US-Open-Finale gegen Juan Martin del Potro

Fotocredit: Getty Images

Der 44-Jährige führte weiter aus: "Das hätte ich gewinnen sollen. Damals bekam ich Rückenschmerzen im Warm-up und verpasste danach so viele Chancen. Das war eines der Spiele, die ich nicht hätte verlieren dürfen. Damit brach auch meine Serie bei den US Open."
Federers Serie von fünf US-Open-Titeln in Folge riss damals nach einer Fünfsatzniederlage (6:3, 6:7, 6:4, 6:7, 2:6). Del Potro holte in jenem Jahr seinen einzigen Grand-Slam-Titel - und fand immer besser ins Match, während Federer mit seinen Beschwerden kämpfte.
Auch andere Klassiker bleiben im Gedächtnis des Schweizers haften. Die Niederlage gegen Rafael Nadal (4:6, 4:6, 7:6, 7:6, 7:9) im epischen Wimbledon-Finale 2008 ist für Federer bis heute emotional.
"Jedes Mal, wenn eine Serie auf dem Spiel stand, wurde das Ganze noch größer." Doch rückblickend überwiegt die Anerkennung für seinen Dauerrivalen: "Rafa hatte es so sehr verdient gehabt. Darum dachte ich im Nachhinein: Das ist okay."

Federer erzählt von Wimbledon 2019 - und fünf Minuten Pause

Weniger belastend als für viele Fans war dagegen die Finalniederlage 2019 in Wimbledon gegen Novak Djokovic - jenes Match, das Federer trotz zweier Matchbälle noch verlor. "Lustigerweise beschäftigte mich das nicht lange. Keine Ahnung, wieso", sagt er.
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Novak DJokovic und Roger Federer, Wimbledon 2019

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Ein Trauma sei das Endspiel für ihn daher nicht gewesen. "Das Letzte, was ich wollte, war, dass ich mich deswegen noch wahnsinnig machen würde. Das hatte ich nicht verdient, denn ich hatte wirklich gut gespielt."
Nach dem emotionalen Duell habe er sich kurz zurückgezogen. "Hey, ich brauche jetzt einfach schnell fünf Minuten", sagte er damals zu seinen Kindern. Er legte sich kurz aufs Bett - und kehrte dann auf die Bildfläche zurück: "Es waren 30 Leute da und wir haben zusammen einen guten Abend verbracht."
Federer macht kein Geheimnis daraus, wie dankbar er für seinen Weg im Profi-Tennis ist. "All diese Erfahrungen haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin", sagte die Tennis-Legende. Er habe sich nie verstellen müssen, "außer auf dem Court, wenn ich ein Pokerface aufgezogen habe".
Insgesamt bezeichnet er seine Karriere als "eine wunderschöne Reise".
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Quelle: Eurosport


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