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Australian Open 2017: Serena Williams gewinnt Finale in Melbourne und feiert Rekordsieg

Serena Williams mit historischem Triumph: Finalsieg in Melbourne, Nr.1 & Graf-Rekord überflügelt
Von SID

28/01/2017 um 13:09Aktualisiert 28/01/2017 um 15:42

Serena Williams hat mit dem Sieg im Finale der Australian Open in Melbourne gegen ihre Schwester Venus Williams den 23. Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen. Damit ist die US-Amerikanerin nun alleinige Rekordhalterin vor Tennis-Legende Steffi Graf (22 Titel). Durch das 6:4, 6:4 im Duell mit ihrer älteren Schwester ist Serena Williams auch wieder Nr. 1 der Weltrangliste vor Angelique Kerber.

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Nach dem Triumph zur Unsterblichkeit im Sister Act von Melbourne ließ sich Serena Williams überwältigt von ihren Gefühlen auf den Centre Court plumpsen. Wenig später zeigte sie glücklich auf ihre Schuhe. Dort stand die magische Zahl: 23!

Durch den 6:4, 6:4-Finalsieg bei den Australian Open gegen ihre Schwester Venus Williams hat sich die 35-Jährige mit ihrem 23. Grand-Slam-Coup zur alleinigen Major-Rekordhalterin der Open Era gekrönt und Steffi Graf (22 Grand-Slam-Erfolge) überflügelt.

"Diese Zahl hört sich großartig an, aber gleichzeitig verrückt", sagte Serena Williams, die auch einen Dank nach oben schickte: "Ich habe gebetet und gebetet, dass es klappt. Es war ein ganz hartes Turnier für mich." Den Hut zog der Superstar zudem vor seiner 15 Monate älteren Schwester: "Venus ist meine Inspiration. Sie ist der einzige Grund, warum ich hier stehe. Ohne sie würde es die Williams-Sisters gar nicht geben."

Natürlich war auch Venus Williams gerührt und rief dem frischgekürten siebenmaligen Australian-Open-Champion zu: "Dein Sieg ist auch immer mein Sieg!" Serena Williams kassierte für den Erfolg Down Under ein Preisgeld in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro und posierte im Blitzlichgewitter stolz mit dem Daphne-Akhurst-Pokal.

"Ich habe das so vermisst, vor allen Dingen im letzten Jahr", sagte Serena Williams, die vor zwölf Monaten das Endspiel gegen Angelique Kerber verloren hatte.

Kerber, die im Achtelfinale von Melbourne ausgeschieden war, schickte per Twitter Glückwünsche an die neue Rekordhalterin: "Gratulation für diese erstaunliche Leistung. Was für ein historisches Finale - mit zwei wahren Champions."

Nach 1:22 Stunden hatte die Weltranglistenzweite vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena ihren ersten Matchball verwandelt. Mit 35 Jahren und 125 Tagen ist Serena Williams die bislang älteste Major-Gewinnerin der Geschichte.

Durch ihren siebten Coup beim ersten Grand-Slam-Event der Saison seit 2003 wird die Wimbledonsiegerin am Montag auch wieder die Nummer eins der Welt sein. Williams wird Kerber von der Spitze des WTA-Rankings verdrängen, die den Platz an der Spitze am 12. September 2016 nach ihrem US-Open-Sieg erstmals und für insgesamt 19 Wochen übernommen hatte. Die Kielerin war im Achtelfinale an Coco Vandeweghe (USA) gescheitert.

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Es war das erste Mal seit knapp acht Jahren, dass sich Serena und Venus Williams (36) wieder im Finale eines Grand-Slam-Turniers gegenüberstanden. Und im insgesamt 28. Sister Act seit 1998 war den Schwestern die große Anspannung deutlich anzumerken. In den ersten vier Spielen gab es gleich vier Breaks.

Vor allem die Favoritin, die das Match zuvor als "den Moment" ihrer beider Karrieren bezeichnet hatte, kam zunächst gar nicht in Tritt und zeigte große Schwächen beim Aufschlag. Ihre Gemütslage wurde deutlich, als Serena Williams nach einem glücklichen Netzroller von Venus ihr Racket zertrümmerte.

Nach nur fünf Spielen hatte die siebenmalige Wimbledonsiegerin bereits 13 unerzwungene Fehler auf dem Konto und wirkte gehemmt. Ihr Verlobter Alexis Ohanian blickte in der Box besorgt drein.

Langsam fing sich Serena Williams dann aber und brachte nach dem Break zum 4:3 endlich ihr Service durch, das nun immer stabiler wurde. Mit ihrem siebten Ass holte sich die Nummer zwei der Welt nach 41 Minuten den ersten Satz.

Das Niveau der von Fehlern auf beiden Seiten geprägten Partie konnte die Zuschauer allerdings nicht zufriedenstellen. Es herrschte eine seltsam emotionslose Stimmung auf den Rängen. Längere Ballwechsel gab es kaum. Serena Williams gelang wie bereits im ersten Durchgang im siebten Spiel das vorentscheidende Break.

Das Frauen-Finale war das "älteste" Endspiel in der Open Era (seit 1968) - gemessen am kombinierten Alter der beiden Williams-Schwestern.

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