Roger Federers früherer Trainer Ivan Ljubicic exklusiv über emotionalsten Moment: "Hat mich besonders stolz gemacht"

Ivan Ljubicic war von 2016 bis 2022 im Trainerstab von Tennis-Legende Roger Federer. Nun verrät der Kroate im Exklusiv-Interview mit Eurosport, warum er das Finale der Australian Open 2017 in Melbourne zwischen Federer und dessen langjährigem Kontrahenten Rafael Nadal niemals vergessen wird. Ljubicic, einst selbst die Nummer im ATP-Ranking, gibt überdies zu: "Wir hatten auch schwierige Zeiten."

Federer und Nadal in Tränen - die emotionalste Tennis-Szene des Jahres

Quelle: Eurosport

Ljubicic stieß im Januar 2016 zum Team des 20-maligen Grand-Slam-Turniersiegers. "Roger lud mich und meine Frau zum Essen ein", blickt der 45-Jährige über die Anfänge der Zusammenarbeit.
"Er hat mich gefragt, ob ich Interesse daran hätte, mit ihm zu arbeiten. Ich war super überrascht, weil ich nicht wusste, dass Stefan Edberg aufhören würde. Ich sagte: 'Ja, auf jeden Fall.'"
Anschließend habe Federer von ihm wissen wollen, ob er ihn in der Lage sehe, weitere Grand Slams zu gewinnen. Zu diesem Zeitpunkt war dies dem Schweizer seit fünf Jahren nicht mehr gelungen, nachdem er 2012 in Wimbledon gegen Andy Murray triumphiert hatte.
Er habe Federer "auch gesagt, dass ich nicht für einen einzigen Grand Slam unterschreibe, ich habe gesagt, dass ich mehrere haben möchte", so Ivanisevic.

Federers Moment gegen Nadal: "Ganz besonders"

Nach einem schwierigen ersten Jahr der Zusammenarbeit ging der Titeltraum Anfang 2017 in Erfüllung. In einem packenden Finale in Melbourne holte sich Federer gegen Nadal den Australian-Open-Titel.
"Dieses Spiel gegen Nadal hat mich besonders stolz und glücklich gemacht - zumal er im fünften Satz mit 1:3 hinten lag", betont Ljubicic im Gespräch mit Eurosport.
"Zurückzukommen und das Match noch zu drehen, war etwas ganz Besonderes für mich. Es war der emotionalste Moment als Coach, aber fast genauso emotional für Roger als Spieler. Wir wissen alle, dass Novak im Anschluss noch mehr Grand Slams gewonnen hat als die anderen, aber dieses Turnier war sehr wichtig."
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Ivan Ljubicic gehörte bis zum Ende von dessen Karriere zum Team von Roger Federer

Fotocredit: Getty Images

Ljubicic schwärmt von Federer: "Alles, was er tat ..."

Aus dieser Erfahrung nahm Ljubicic viele Dinge mit, die einen großen Champion ausmachen: "Die Details, die perfekte Ausführung bei allen Dingen, die er tat", schwärmt der Indian-Wells-Sieger von 2010. "Interviews vorbereiten, Aufwärmübungen, Abendessen ... alles, was er tat, tat er mit großem Einsatz. An vielen Tagen wusste ich nicht, was ich sagen sollte, weil er einfach perfekt war."
Dennoch lief es auch in Federers großartiger Karriere nicht uneingeschränkt gut. Denn über die Jahre hinweg belasteten Federer immer wieder Verletzungen und körperliche Beschwerden.
So fiel schließlich auch die Entscheidung, die Laufbahn 2022 zu beenden. Keine leichte, wie Ljubicic verdeutlicht: "Wir hatten auch mental schwierige Zeiten, weil jeder denkt, dass für Roger alles einfach ist, aber wir hatten komplizierte Zeiten."
Die guten Zeiten dürften allerdings bei weitem überwiegen.
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Quelle: SNTV


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