Alexander Zverev unterliegt bei den Australian Open Hyeon Chung

Alexander Zverev ist bei den Australian Open in Melbourne überraschend in der dritten Runde ausgeschieden. Nach vor allem im vierten und fünften Satz extrem schwacher Leistung unterlag der Hamburger Hyeon Chung aus Südkorea mit 7:5, 6:7, 6:2, 3:6 und 0:6. Zverev ist damit weiterhin bei keinem Grand Slam Turnier über das Achtelfinale hinausgekommen.

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Gegen Chung, Sieger des NextGen-Finals 2017, kassierte Zverev, der beim Turnier der besten Nachwuchsprofis in Mailand nicht teilgenommen hatte, die zweite Niederlage im zweiten Duell. Auch im vergangenen Jahr in Barcelona auf Sand hatte er verloren.
Nach einem Dopingtest versuchte sich Zverev an der Analyse seiner Grand-Slam-Misere. "Diese Turniere bedeuten mir noch zu viel. Bei den Masters bin ich nach zwei Titeln ruhig", sagte er: "Aber ich mache mir keine Sorgen. Wer hat schon mit 20 Jahren ein Grand-Slam-Turnier gewonnen?"

Zu passiv und zu vorsichtig

Zverev agierte in der Anfangsphase des Matches passiv, attackierte die Schläge des Südkoreaners zu selten. Der Hamburger konnte sich aber auf seinen guten Aufschlag verlassen. Chung kam nur einmal überhaupt in die Nähe eines Breaks, und Zverev nahm beim Stand von 6:5 seinem Gegner schließlich das Service ab.
Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten. Zverev spielte zu vorsichtig, zudem erhöhte sich die Zahl der unerzwungenen Fehler bei der Nummer vier der Setzliste. Im Tiebreak fand der Deutsche nie in den Rhythmus und musste den Durchgang schließlich mit 6:7 abgeben.
Im dritten Satz diktierte Chung zunächst das Tempo in den Ballwechseln. Doch ausgerechnet in dieser Phase gelang Zverev das frühe Break. In der Folge wurde der Deutsche sicherer im Spiel und ließ seinen Gegner nicht mehr in den Satz zurückkommen.

Zverev in der Satz fünf von der Rolle

Doch Chung kämpfte sich ins Match zurück. Gleich zu Beginn des vierten Durchgangs musste Zverev seinen Aufschlag abgeben. Der Deutsche lief anschließend dem Break hinterher und ließ sich mit dem Schiedsrichter auf Diskussionen darüber ein, dass das Licht in der Rod Laver Arena nicht eingeschaltet wurde. Chung gewann den Satz mit 6:3. "Ich hatte trotzdem das Gefühl, der bessere Spieler zu sein", sagte Zverev, "im fünften Satz lief dann alles gegen mich."
Zverev startete denkbar schlecht in den entscheidenden Satz und musste unter anderem nach zwei Doppelfehlern gleich sein erstes Aufschlagspiel abgeben. Anschließend lief beim Hamburger nicht mehr viel zusammen. Er reihte Fehler an Fehler, während Chung immer sicherer wurde. Zverev gelangen nur noch fünf Punkte. Nach 3:22 Stunden verwandelte Chung schließlich seinen ersten Matchball.
Tief saß die Enttäuschung bei Zverev, der sich vor dieser Saison zum Ziel gesetzt hatte, seine Grand-Slam-Ergebnisse zu verbessern. Das Achtelfinale in Wimbledon 2017 bleibt jedoch mindestens bis zu den French Open im Mai sein bestes Resultat bei den vier bedeutendsten Turnieren. "Ich muss herausfinden, was mit mir bei den Grand Slams in den entscheidenden Momenten passiert", sagte er.
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