Australian Open - Angelique Kerber verliert im Halbfinale gegen Simona Halep

Angelique Kerber hat das Finale der Australian Open nach einem verrückten Halbfinale verpasst. Die Melbourne-Siegerin von 2016 unterlag Simona Halep mit 3:6, 6:4 und 7:9, nachdem sie drei Matchbälle der Rumänin abgewehrt hatte. Im Endspiel trifft Halep nun auf Caroline Wozniacki, die sich zuvor mit 6:3 und 7:6 (7:2) gegen Elise Mertens durchgesetzt hatte.

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"Es war ein großer Kampf, aber ich habe mich schon im ersten Satz etwas müde gefühlt", sagte Kerber: "Ich habe mein Herz auf dem Platz gelassen, das zeichnet mich aus, das hat mich auch 2016 ausgezeichnet."
Halep bezeichnete die Partie als "Achterbahnfahrt". Es sei "ein Auf und Ab" gewesen. "Aber ich habe nicht einen Ball verloren gegeben", erklärte Halep nach einem denkwürdigen Halbfinale und ergänzte im Interview mit Eurosport:
Kerber erwischte einen kapitalen Fehlstart, musste gleich das erste Aufschlagspiel abgeben, nach 13 Minuten stand es 0:5 aus Sicht der Australian-Open-Siegerin von 2016. "Ich traue meinen Augen nicht", konnte Eurosport-Experte Boris Becker kaum glauben, was sich da in der Rod Laver Arena abspielte.
Immerhin: Kerber steigerte sich, schaffte ihrerseits das erste Break und konnte im verlorenen ersten Satz noch drei Spiele für sich verbuchen. Auch wenn es nun besser lief für die 29-Jährige war es erneut Halep, die im zweiten Satz mit dem Break zum 3:1 das nächste Ausrufezeichen setzte.
Kerber antwortete mit dem Rebreak und kam wieder auf 3:3 heran, ehe sie mit dem Break zum 5:4 den Grundstein zum Satzausgleich legte. In der Folge entwickelte sich ein Kampf auf Biegen und Brechen. Kerber gab zunächst einen Breakvorteil aus der Hand, geriet dann aber mit 3:5 in Rückstand und wehrte beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle ab und legte ihrerseits ein Break zur 6:5-Führung nach.

Kerber kann Matchbälle nicht nutzen

Kurz darauf hatte Kerber zwei Matchbälle, die Halep wiederum abwehren konnte. Die beiden Profis rissen die Fans nun mit spektakulären Ballwechseln in Serie von den Sitzen. Die Entscheidung fiel im 16. Spiel, als Halep nach zwei Stunden und 20 Minuten Spielzeit ihren insgesamt vierten Matchball nutzte.
Trotz ihres Ausscheidens fahre sie mit einem positiven Gefühl nach Hause, so Kerber:
Halep kämpt derweil um ihren ersten Grand-Slam-Titel, nachdem sie zwei Mal im Endspiel der French Open (2014, 2017) unterlegen war. Die Bilanz gegen Finalkontrahentin Wozniacki, die ebenfalls ihren ersten Major-Triumph perfekt machen will, steht bei 2:4. Beide Spielerinnen kämpfen um den größten Erfolg ihrer Karriere...
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