Federer ging leicht angeschlagen ins 50. Duell mit Djokovic. Der Schweizer hatte bereits im Viertelfinale gegen Tennys Sandgren Oberschenkelprobleme. Die Entscheidung, ob Federer überhaupt gegen Djokovic antreten kann, "stand auf Messers Schneide", wie Eurosport-Experte Boris Becker kurz vor Matchbeginn erklärte.
Djokovic lobte Federer nach der Partie ausdrücklich dafür, sich gestellt zu haben:
Großer Respekt an Roger, dass er angetreten ist. Er war angeschlagen und konnte daher in den entscheidenden Momente der Partie nicht sein Top-Level abrufen.
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Trotz der ungünstigen Vorzeichen präsentierte sich Federer zu Beginn fit, startete in der Rod Laver Arena perfekt ins Match und nahm Djokovic früh den Aufschlag zum 2:0 ab.

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Federer ließ sich durch das umgehende Re-Break des Serben zunächst nicht aus dem Rhythmus bringen und zog auf 5:2 davon - ehe sich die Fehlerquote beim 38-Jährigen erhöhte.
Djokovic kam wieder heran und rettete sich in den Tiebreak, den er dominierte und mit 7:1 für sich entschied. Der Schlüssel zum Erfolg, wie Djokovic nach der Begegnung erklärte:
Ich war zu Beginn des Matches nicht auf mich fokussiert, habe zu sehr rübergeschaut, wie es Roger geht. Der Satz hätte auch anders ausgehen können. Es war sehr wichtig für mich, dass ich den ersten Satz dann gewonnen habe.

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Der Weltranglistenzweite aus Serbien war nun besser drin in der Partie, dennoch blieb der zweite Satz lange Zeit offen.
Djokovic schlug schließlich im perfekten Moment zu und holte sich beim Stand von 5:4 das Break zum Satzgewinn.

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Die Vorentscheidung fiel im sechsten Spiel des dritten Durchgangs. Djokovic durchbrach ein weiteres Mal das Service Federes zum 4:2 und feierte wenig später nach einer Gesamtspielzeit von zwei Stunden und 18 Minuten seinen 27. Erfolg gegen den Rekord-Grand-Slam-Champion.

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