Derzeit sind die Tennisplätze aufgrund der Corona-Pandemie in Deutschland geschlossen.

Markus Söder gab in Matchball Becker bei Eurosport nun aber eine durchaus hoffnungsvolle Prognose bezüglich einer Wiedereröffnung ab: "Wenn alles so bleibt, dann sind gerade für so eine Sportart wie Tennis im März schon die ersten Perspektiven möglich", sagte Bayerns Ministerpräsident, der in seiner Jugend selbst viel Zeit auf dem Tennisplatz verbrachte.

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Dennoch mahnte Söder zur Vorsicht, was Events wie die BMW Open im Mai oder das Oktoberfest Ende September angeht.

Man müsse "erst den ersten Satz gewinnen, bevor man sich auf den fünften konzentrieren kann", sagte der 54-Jährige und fügte an: "Aber dass es ein längeres Match werden wird, damit muss man rechnen."

Söder will Sportler nicht bevorzugen

Eine Perspektive könne angesichts der sich immer stärker ausbreitenden Virusmutationen "keiner geben". Offen sprach der Parteivorsitzende der CSU auch über das Impfstoff-Management in Europa.

"Man hat zu spät, zu wenig und ehrlicherweise glaube ich auch ein bisschen geizig bestellt. Man hat ein Verfahren angewendet, wie man normalerweise Büroklammern bestellt", sagte der Bayrische Ministerpräsident.

Aktuell sei es daher am wichtigsten, vulnerable Gruppen mit dem vorhandenen Impfstoff zuerst zu impfen. "Die, die sterben können, die wirklich hochgefährdet sind, die müssen zuerst geimpft werden. Deswegen sind Sportler nicht die erste Priorität", sagte Söder. Sportler müssten sich an die vorgegebenen Regeln halten.

Zuletzt hatte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, die Idee in den Raum gestellt, Profi-Fußballer zu einem früheren Zeitpunkt zu impfen, weil sie "ein gutes Beispiel sein könnten, um den widerstrebendsten Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen".

Söder: "Zverev hat alles", aber ...

Die Matches bei den Australian Open habe Söder teilweise gesehen, auch das Match von Deutschlands bestem Tennisprofi Alexander Zverev gegen Novak Djokovic habe er verfolgt, verriet er Matthias Stach und Boris Becker im Gespräch.

Den 23-Jährigen hält Söder für einen "unglaublich starken Spieler", der jedoch noch Luft nach oben hat.

"Bei ihm hängt es in erster Linie von seiner inneren Einstellung ab. Er hat alles, was man für einen Superspieler bräuchte: Größe, Kraft, Technik", bewertete Söder und empfahl dem Deutschen "einen zusätzlichen Coach".

Söder outet sich als Federer-Fan

Söder selbst habe derweil in seiner Jugend vor allem Björn Borg nachgeeifert. Vom Schweden besaß der Franke auch seinen ersten Tennisschläger. Später gehörten auch John McEnroe und Boris Becker zu seinen Lieblingsspielern.

Von den heute aktiven Größen des Sports hat es dem Ministerpräsidenten besonders Roger Federer angetan: "Ich finde, es wirkt immer noch sehr leicht, wie er spielt." Bei Rafael Nadal stecke "unheimlich viel Dynamik dahinter" und Novak Djokovic sei "auch ganz gut", "ab so richtig toll finde ich Federer", sagte Söder.

Er wisse aber auch, dass die große Zeit des Schweizers langsam zu Ende gehe.

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