Alexander Zverev hatte seinen ersten Grand-Slam-Titel im Jahr 2020 mit dem Finaleinzug bei den US Open noch haarscharf verpasst. Damals unterlag der 23-Jährige dem Österreicher Dominic Thiem im Tie-Break des fünften Satzes.
Im neuen Jahr soll nun ein neuer Angriff auf die Spitze gestartet werden. Dafür hat sich das Team Zverev neu aufgestellt.
Deutschlands Tennis-Aushängeschild trennte sich zu Beginn des Jahres von Trainer David Ferrer und seiner Berateragentur "Team8" und legte seine Karriere wieder in die Hände der eigenen Familie.
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Vater Alexander Senior übernimmt die Arbeit auf dem Trainingsplatz, Bruder Mischa kümmert sich im Zusammenspiel mit Sergej Bubka junior, Sohn der gleichnamigen Stabhochsprung-Legende, um Management-Angelegenheiten.
"Wir nehmen einfach das Geschäft mehr in unsere Hände. Sie sind die passenden Personen, sie handeln in meinem Interesse", betont der 23-Jährige.

Mischa Zverev gibt Einblicke ins Training von Bruder Sascha und Kumpel Rublev

Mischa Zverev hält Turniersieg seines Bruders für möglich

Bruder Mischa sieht seinen Bruder vor dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in guter Ausgangsposition, hält sogar einen Triumph bei den Australian Open für möglich. Das sagte er in einem Instagram-Live mit Eurosport-Reporter Markus Paszehr vor Ort in Melbourne.
Sein Bruder habe sowohl die Stärke als auch das Potential dazu. Die größte Schwäche von Alexander sieht Mischa im mentalen Bereich.
"Sein großer Drang nach Perfektionismus. Man kann nicht jeden Tag besser spielen als am Tag zuvor", schätzt der 33-Jährige ein. Und weiter: "Es gibt eben schlechte Tage. Das mag Sascha aber nicht, er möchte jeden Tag etwas verbessern. Wenn mal etwas nicht so läuft, sage ich ihm immer zum Spaß, 'Solange du mich schlägst, ist alles gut!' Dann geht es weiter."

Becker trauert Zverev-Coach Ferrer nach

Auch Boris Becker erwartet im neuen Jahr einen gereiften Zverev auf der Tour. "Es ist sehr viel passiert im letzten Jahr für Sascha, sportlich und privat. Sportlich war es vielleicht sein Bestes, privat vielleicht das Schwierigste. Das nennt man Leben, Erwachsenwerden", sagte die Tennis-Legende im Eurosport Podcast Das Gelbe vom Ball.
Besonders gespannt ist Becker, wie sich die Veränderungen im Umfeld auf das Spiel des Deutschen auswirken. "Ich finde es schade, dass Ferrer ihn nicht mehr trainiert. Die beiden scheinen eine gute Chemie gefunden zu haben, das zeigen die Erfolge auf dem Platz", sagte er.
Ab dem 8. Februar wird sich zeigen, in welcher Form Deutschlands Nummer eins in Melbourne aufschlägt und wie sich die Veränderungen auswirken - denn dann starten die Australian Open (live bei Eurosport).

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Das Gelbe vom Ball - der Tennis-Podcast von Eurosport:

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