Am Freitag biss sich der 33-Jährige trotz offensichtlicher Beschwerden mit der Bauchmuskulatur noch ins Achtelfinale - ob und wenn ja, in welcher Verfassung er am Sonntag gegen den Kanadier Raonic antreten kann, ist die große Frage.
Am Samstag kam der Rekordsieger der Australian Open zwar auf die Anlage im Melbourne Park, sein Training ließ er aber aus.
"Ich weiß nicht, ob ich mich in weniger als zwei Tagen erholt habe. Ich weiß nicht, ob ich auf dem Platz sein werde", hatte Djokovic nach seinem Willenssieg über fünf Sätze gegen Fritz am Freitag erklärt. Er sei sich aber sicher, "dass es ein Riss im Muskel ist, deshalb weiß ich nicht, ob rechtzeitig fit werde", so Djokovic.
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Auch sein ehemaliger Coach, Eurosport-Experte Boris Becker, ist überzeugt, dass die Verletzung nicht gespielt war. "Ich glaube das war keine Show. Das tat ihm wirklich weh. Er konnte sich dann nicht mehr richtig bewegen und hat sich behandeln lassen", meinte Becker. Auch der kräftezerrende Spielstil des Serben sei ein Grund, warum die Verletzungsgefahr für Djokovic höher sei, so der sechsmalige Grand-Slam-Sieger weiter.

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Mischa Zverev: "Djokovic immer noch großer Favorit"

Mischa Zverev erklärte unterdessen bei Eurosport, dass er sich noch keine große Sorgen um den Weltranglistenersten mache. "Novak ist ein Champion. Er kann aus allen Situationen herauskommen und gut spielen. Deswegen machen wir uns nicht so viele Sorgen. Er ist immer noch der große Favorit", meinte der Bruder von Alexander Zverev. Sollte Djokovic aber auch am Sonntagmittag nicht zum Training erscheinen, "dann würde es die ersten Gerüchte geben", ist sich Zverev sicher.
Bisher sei der Flurfunk unter den Spielern und Betreuern jedoch "ziemlich leise". Bei einem Ausfall des Serben würden sich in jedem Fall die Chancen für die anderen Spieler erhöhen. "Wenn er nicht dabei ist, öffnet sich das Feld", so der ältere der Zverev-Brüder. Momentan sei es "aber noch zu früh".
Neben Djokovic ist im Achtelfinale am Sonntag (nicht vor 8:30 Uhr live bei Eurosport) auch Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev gegen den Serben Dusan Lajovic gefordert.
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(mit SID)

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