Die 23-Jährige setzte sich in einem teilweise nervös geführten Endspiel 6:4, 6:3 gegen Finaldebütantin Jennifer Brady aus den USA durch und bleibt in Majorfinals unbesiegt.
In Melbourne ist es für Osaka der zweite Triumph nach 2019. Brady, die vom Regensburger Michael Geserer trainiert wird, verpasste dagegen ihren ersten großen Titel.
Osaka kümmerte sich in ihrer Siegesrede zuerst um die Verliererin.
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Triumph in Melbourne! Osaka gewinnt vierten Grand-Slam-Titel
20/02/2021 AM 10:03
"Ich habe allen schon bei den US Open gesagt: Sie wird zu einem Problem werden", sagte Osaka in Richtung Brady, ehe sie ihrem Team und den Fans für die Unterstützung dankte. Brady lobte ihre Bezwingerin: "Sie ist eine Inspiration für uns alle."

Osaka verhindert K.o. gegen Muguruza

Osaka schaffte wie Angelique Kerber 2016 das Kunststück, im Turnierverlauf Matchbälle abzuwehren und das Event zu gewinnen.

Highlights | Osaka macht Titel mit Finalsieg über Brady klar

Im Achtelfinale hatte sie gegen Vorjahresfinalistin Garbiñe Muguruza (Spanien) vor dem Aus gestanden.
Durch den Erfolg rückt Osaka, die 2018 und 2020 auch die US Open gewonnen hat, in der Weltrangliste auf Rang zwei vor. Auch Brady machte einen großen Sprung, sie wird künftig als 13. geführt.
Die Rollen waren vor dem Finale klar verteilt. Osaka ging nach ihrem dominanten Halbfinalerfolg gegen die 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams und mit ihrer Erfahrung auf größter Bühne als klare Favoritin in das Match.

"Osaka Nachfolgerin von Serena Williams"

Für Brady war bereits das Erreichen des Endspiels ein großer Erfolg. Sie hatte die ersten zwei Wochen in Melbourne wie Kerber in strikter Quarantäne verbracht. Die Kielerin war in Runde eins gescheitert, Brady ließ sich die komplizierte Vorbereitung nicht anmerken.

Becker mit Plädoyer für Djokovic: "Lasst die Kirche im Dorf"

"Mein Tipp ist und bleibt Osaka", hatte Bundestrainerin Barbara Rittner dennoch vor dem ersten Aufschlag gesagt, und Boris Becker stimmte ihr zu. "Für mich ist sie die Nachfolgerin von Serena Williams, der nächste Superstar", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Champion und Eurosport-Experte. Aber er erinnerte auch an das Halbfinale bei den US Open, das Osaka vor ihrem Titelgewinn im letzten Jahr nur knapp in drei Sätzen gegen Brady gewonnen hatte.
Doch die Außenseiterin, die sich in Regensburg auf die Saison vorbereitet hatte, begann mit vielen Fehlern und einem etwas unsicheren Aufschlag. Osaka dagegen fühlte sich vor dem Publikum wohler und blieb auch im zweiten Satz am Drücker. Brady wehrte sich, doch in den entscheidenden Momenten war ihre Kontrahentin konsequenter und beendete das Match nach nur 77 Minuten.

Maue Bilanz für Deutschland

Die deutschen Spielerinnen hatten bei dem Turnier enttäuscht, erstmals seit den French Open 2010 fand die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers ohne Vertreterin des Deutschen Tennis Bundes (DTB) statt.
Einzig Mona Barthel erreichte die zweite Runde. Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Kerber, Andrea Petkovic und Laura Siegemund waren schon an ihren Auftakthürden gescheitert.

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(SID)

"Der ist zu gut!" Brady überlobt Osaka und heizt dem Publikum ein

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