Boris Becker analysiert Aus von Alexander Zverev: "Lange nicht mehr so passiv gesehen"

Boris Becker hat bei Eurosport die Achtelfinal-Niederlage von Alexander Zverev gegen Denis Shapovalov analysiert und die Leistung des Olympiasiegers kritisiert. "Ich habe Zverev sehr lange nicht mehr so passiv gesehen. Man kann verlieren und schlecht spielen, aber du musst dich trotzdem anstrengen und die Seele auf dem Platz lassen. Das habe ich vermisst", so Becker. "Es ist eine herbe Klatsche."

Eurosport-Experte Boris Becker analysiert das Aus von Alexander Zverev bei den Australian Open

Fotocredit: Getty Images

Alexander Zverev ging zusammen mit Daniil Medvedev als Topfavorit in die Australian Open - nun nahm die Reise im Achtelfinale ein jähes Ende. 3:6, 6:7 (5:7), 3:6 hieß es nach zwei Stunden und 21 Minuten aus Sicht des Weltranglistendritten.
"Sehr enttäuschend. Sascha hat nie zu seinem Spiel gefunden, hat keine Dynamik und Aggressivität entwickelt", monierte Eurosport-Experte Boris Becker. Er habe "von Beginn an das Gefühl gehabt, dass Shapovalov immer einen Schritt schneller ist".
Zverev selbst ging mit sich ebenfalls hart ins Gericht.
"Ich habe versucht, mich irgendwie selbst aufzupumpen, aber wenn man so schlecht spielt wie ich, kannst du machen, was du willst - es ändert nichts", erläuterte der Hamburger auf der Pressekonferenz nach der Partie. "Mit der Leistung, die ich abgeliefert habe, hatte ich es ehrlich gesagt auch gar nicht verdient, den zweiten Satz zu gewinnen."
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Zverev exklusiv: "Habe eine scheiß Woche gehabt"

Quelle: Eurosport

Tatsächlich wirkte Zverev seltsam passiv, die Körpersprache war auch nach gewonnenen Punkten wenig euphorisch.

Zverev: "Eine scheiß Woche gehabt"

Angeschlagen sei er aber nicht gewesen. "Ich hab' nix. Ich habe einfach eine scheiß Woche gehabt, um ehrlich zu sein", gab der Olympiasieger zu.
"Ich habe bei Zverev vor allem die Körpersprache vermisst, dass er sich reinbeißt und aufbäumt. Er hat das Match mehr hingenommen und über sich ergehen lassen. Das war nicht der Sascha Zverev, den wir im vergangenen halben Jahr gesehen haben", urteilte Eurosport-Expertin Barbara Rittner, der während ihrer Karriere zweimal im Achtelfinale der Australian Open stand.
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Becker analysiert Zverev-Pleite: "Man kann verlieren, aber ..."

Quelle: Eurosport

Becker haderte indes mit der Spielweise von Zverev.

Becker kritisiert: "Nur drei Asse bei acht Doppelfehlern"

"Sein Gradmesser ist der Aufschlag, aber heute waren es nur drei Asse bei acht Doppelfehlern. Dazu hat er zu sehr an der Grundlinie abgewartet und den Ball nur zurückgespielt - in der Hoffnung, dass der Gegner einen Fehler macht. Dafür ist Shapovalov aber zu gut."
Zverev habe den Kanadier "nie wirklich unter Druck gesetzt und Gas gegeben".
So hatte Shapovalov, der keine Gala-Vorstellung ablieferte und sich satte 37 unforced errors leistete, leichtes Spiel. Der Weltranglisten-14. bekommt es nun im Viertelfinale mit Rafael Nadal zu tun.
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Achtelfinale: Herbe Klatsche für Zverev gegen Shapovalov - Highlights

Quelle: Eurosport

Der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger setzte sich mit 7:6 (16:14), 6:2, 6:2 gegen den Franzosen Adrian Mannarino durch.
Und Zverev? Der müsse nun "überlegen, was da passiert ist", so Becker. "Er strotzte vorher vor Selbstvertrauen, aber irgendetwas ist in diesen Wochen von Australien passiert."
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Podcast - Das Gelbe vom Ball: Becker über Australian Open

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Rittner zum Zverev-Einbruch: Warum Nadal das nicht passiert wäre

Quelle: Eurosport

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