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Djokovic sitzt weiter in Melbourne fest: Serbiens Präsident Vucic verurteilt "politische Hexenjagd"
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Publiziert 06/01/2022 um 13:51 GMT+1 Uhr
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hat im Chaos um die Einreise von Novak Djokovic nach Australien schwere Vorwürfe erhoben. "Was nicht fair ist, ist die politische Hexenjagd, bei der alle, einschließlich des australischen Premierministers, so tun, als würden die Regeln für alle gelten", sagte Vucic. Der australische Grenzschutz hatte Djokovics Visum nach der Ankunft annulliert.
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic
Fotocredit: Getty Images
In Melbourne wollte der serbische Tennisstar mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung für Ungeimpfte bei den Australian Open (ab 17. Januar) antreten.
Die Grenzbeamten widerriefen das Visum mit der Begründung, der Grand-Slam-Rekordsieger habe "keine angemessenen Nachweise für die Erfüllung der Einreisebestimmungen" vorgelegt. Über eine Ausweisung von Djokovic soll ein Gericht am Montag entscheiden.
Derzeit ist der 34-Jährige in einem Hotel für Ausreisepflichtige untergebracht. Als "infam im eigentlichen Sinne des Wortes" bezeichnete Präsident Vucic die Behandlung seines Landsmannes.
Die serbische Regierung setze sich dafür ein, dass Djokovic bis zur endgültigen Verhandlung seiner Berufung in das Haus in Melbourne umziehen darf, das er für die Australian Open angemietet hatte.
Vucic wittert zudem eine Verschwörung. "Ich fürchte, dass diese unerbittliche politische Verfolgung von Novak so lange weitergehen wird, bis sie etwas beweisen können", sagte er: "Denn wenn man jemanden nicht besiegen kann, dann greift man zu solchen Dingen."
Das serbische Außenministerium beschwerte sich zudem beim australischen Botschafter, und Vater Srdjan verglich seinen Sohn gar mit Jesus. "Jesus wurde gekreuzigt und hat es ertragen. Novak wird nun auf die gleiche Weise gekreuzigt, er wird durchhalten", sagte er am
Bereits am Vortag hatte der serbische Präsident Gerechtigkeit für den Weltranglistenersten gefordert.
Fans demonstrieren für Djokovic
Unterdessen haben sich in Melbourne vor dem Hotel Fans von Djokovic für den Titelverteidiger stark gemacht und ihn mit Plakaten unterstützt.
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(SID)
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